


Die Zucht verschiedener Katzenrassen
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Katze dann erstmals nach Rassen
gezüchtet. Die Zucht durch den Menschen brachte neue Form- und
Farbvariationen hervor. So gibt es Tiere mit gedrungenem Körper,
rundem Kopf, flacher Nase oder ohne Schwanz. Neben den Kurzhaarkatzen
entstanden aber auch langhaarige Rassen wie Perserkatze,
oder auch völlig nackte Tiere, wie die Sphinx.
Die Farbpalette reicht von Schwarz über sämtliche Braun-,
Grau- und Rottöne bis hin zu Weiß.
Wichtig für die Rasseneinteilung ist auch die Fellzeichnung: Katzen
gibt es einfarbig, getigert, getupft oder gescheckt.
Die Augenfarbe ist ebenfalls ein wichtiges Merkmal: Katzen können
blaue, grüne und gelbe und manchmal sogar verschiedenfarbige Augen
haben.
Verhalten von Katzen
Mit ihren Schnurrhaaren empfängt die Katze Berührungsreize
und kann sich so selbst in völliger Finsternis sicher orientieren.
Katzen können außerdem dreimal so gut hören wie der
Mensch. Dabei helfen ihnen die beweglichen Ohrmuscheln.
Den größten Teil des Tages verbringen die Hauskatzen mit
Dösen und vor allem der Fellpflege.
Katzen sind regelrechte Reinlichkeitsfanatiker und widmen sich täglich
drei Stunden ihrer Körperpflege. Dabei lecken sie mit ihrer rauen
Zunge den ganzen Körper ab. Der Kopf wird mit den Pfoten geputzt.
Kurzhaarkatzen brauchen keine menschliche Hilfe, im Gegensatz zu Langhaarkatzen
wie z. B. Perser. Sie müssen täglich gekämmt werden,
damit ihr Fell nicht verfilzt. Baden sollte man eine Katze nie. Es sei
denn sie hat Flöhe. Katzen spielen sehr gern mit Gegenständen
oder auch miteinander.
Fortpflanzung der Katzen
Katzen gehören zu den Säugetieren.
Sie bringen lebende Junge zur Welt und säugen sie anschließend.
Mit 18 Monaten wird das Weibchen geschlechtsreif. Das Männchen
dagegen erst im Alter von zwei Jahren.
Das Weibchen ist nicht das ganze Jahr über zeugungsfähig.
Es durchläuft einen Zyklus mit mehreren Phasen:
Das Weibchen lässt die Paarung zum Zwecke der Fortpflanzung
zu. Diese Phase tritt zwei bis dreimal im Jahr, meistens im Februar
oder März auf und dauert jeweils vier bis zehn Tage.
Die Tiere informieren sich gegenseitig über ihren Zustand, durch
Markierung mit Harn, durch Spritzharnen, Analduft und unverscharrten
Kot. Männchen lassen ihren lautstarken Kampfgesang hören,
um ihr Territorium zu verteidigen. Rollige Weibchen laufen mit eingeknicktem
und hochgerecktem Schwanz umher, jaulen und zeigen das typische Treteln.
Beim Treteln vollzieht die Katze leichte Trampelbewegungen mit gespreizten
Pfoten, wobei die Krallen abwechselnd ein- und ausgefahren werden. Nähert
sich dem rolligen Weibchen ein Männchen, kommt es zum Paarungsvorspiel
und schließlich zur Paarung.
Die Tragzeit eines Weibchens beträgt 63 bis 70 Tage. Danach
werden drei bis neun Junge geboren, die blind zur Welt kommen und erst
nach neun Tagen die Augen öffnen. Der Nachwuchs wird ca. sieben
Wochen lang gesäugt (Nesthocker).