

Die Entwicklung von Ökosystemen
Erstmalige Besiedlung von neu sich bildenden Ökosystemen (z.B. Vulkaninseln),
Umweltveränderungen natürlicher Ursachen (z.B. Klimaveränderungen)
oder Eingriffe des Menschen (z.B. Kahlschlag) führen zur zeitlichen
Aufeinanderfolge von verschiedenen Pflanzen- und Tiergesellschaften (Sukzession).
Sukzession ist demzufolge die zeitliche Aufeinanderfolge oder Abfolge von Organismengesellschaften in einem bestimmten Ökosystem. Eine Sukzession endet (oft nach langen Zeiträumen) mit einer ökologisch stabilen Schlussorganismengesellschaft (Endstadium oder Klimaxstadium).
Bedingungen für das Entstehen
von Sukzessionen
Sukzessionen können durch das Klima, die Bodenentwicklung oder durch
die Lebenstätigkeit der Organismen selbst hervorgerufen werden. Sie
treten auf
Auch bei der Verlandung eines Sees kann man eine zeitliche Abfolge von Organismengesellschaften beobachten.
Entwicklungsfolgen bei der Verlandung
eines Sees
1. Stufe: Verflachung
des Seebeckens (siehe Bild 1)
Organische und anorganische Substanzen sammeln sich im Uferbereich an
und werden eingeschwemmt. Es bilden sich außerdem oft ausgedehnte
Faulschlammschichten.
2. Stufe: Verlandung des Sees
Aufgrund der Verflachung dringen Pflanzen der Röhricht- und der
Schwimmblattzone zur Gewässermitte vor. Der See
beginnt vom Uferbereich aus zuzuwachsen. Große Mengen abgestorbenen
Pflanzenmaterials führen zur Verlandung.
3. Stufe: Bildung eines Flachmoores und Entstehung eines Bruchwaldes
Auf den Verlandungsflächen entwickeln sich vor allem Sauer- und Süßgräser, wobei in langen Zeiträumen die Torfbildung beginnt. Ein vorläufiges Endstadium wird mit dem Ansiedeln von Schwarz-Erle, Moorbirke, Weiden, Farnen und Moosen erreicht.