Gene
sind als spezifische Bereiche auf den
Chromosomen
identifizierbar. Sie sind auf den Chromosomen linear angeordnet, wobei jedes
Gen einen ganz bestimmten Platz (Genort, Genlocus) belegt. Die Gene bestimmen
in Wechselwirkung mit der Umwelt die Ausbildung der sichtbaren Merkmale,
den
Phänotyp. Die Gesamtheit
aller Gene eines Organismus bildet das Genom.
Die Reihenfolge der Gene auf den Chromosomen kann in
genetischen
Karten erfasst werden.
In
Strukturgenen sind die
Informationen für den Aufbau von Struktur- und Enzymeiweißen
sowie von RNS (RNA) festgelegt. Als Struktureiweiße sind Eiweiße
z. B. am Aufbau von Haaren, Federn, Knochen, Haut, Struktur der roten Blutzellen
beteiligt. Als Enzymeiweiße steuern Eiweiße zahlreiche Prozesse.
So steuern z. B. die Verdauungsenzyme die Verdauungsprozesse.
Funktionsgene enthalten Informationen
für den korrekten Ablauf der Eiweißsynthese (z. B. Start, Ende).
Beispiel für
die Anordnung von Erbanlagen
Auf dem Chromosomenpaar 1 liegen die Erbanlagen für die Ausbildung des
Rh-Faktors.
Auf dem Chromosomenpaar 9 befinden sich Bereiche, die für die Blutgruppenvererbung
verantwortlich sind.