Herz- und Kreislauferkrankungen
Erkrankungen
Herz- und Kreislauferkrankungen
stehen seit Jahren an erster Stelle bei Krankheitsstatistiken. Trotz der
Fortschritte der Medizin auch auf diesem Gebiet sind Erkrankungen des
Herzens und des Kreislaufs die Ursache für den oft frühzeitigen
Tod vieler Menschen, vor allem in den hoch entwickelten Industrieländern.
Zu den häufigsten Herz- und Kreislauferkrankungen gehören u.a.
Bluthochdruck, Arterienverkalkung
(Arteriosklerose), Schlaganfall,
Herzinfarkt und Krampfadern.
Entstehung
eines Herzinfarkts
Der Herzmuskel benötigt Sauerstoff und Nährstoffbausteine für
seine Tätigkeit. Diese Stoffe werden ihm durch die Herzkranzgefäße
zugeführt. Die Ursachen eines Herzinfarktes haben sich meist über
viele Jahre hinweg entwickelt. Im gesunden Zustand sind die Innenwände
der Arterien geschmeidig und glatt. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es
durch fettartige Stoffe, Cholesterin und andere Substanzen zu
Kalk-
oder Fettablagerungen an der Innenwand der Herzkranzgefäße.
Die Gefäße werden dadurch dicker und rauer, der Durchmesser wird
zunehmend geringer und die Elastizität geht immer mehr verloren. Immer
mehr Stoffe bleiben an den Gefäßwänden hängen und der
Blutfluss wird somit stark beeinträchtigt. Die Arterien verkalken.
Wenn eines oder mehrere dieser Herzkranzgefäße verengt sind,
werden Abschnitte des Herzmuskels nicht mehr ausreichend versorgt. Sauerstoffmangel
verursacht Herzschmerzen, z.B. "Enge in der Brust", Schmerzen
im linken Brustkorb, die in die linke Schulter bis in den Arm ausstrahlen.
Sind dies Zeichen eines Anfalls, die nach ausreichendem Sauerstoffangebot
wieder verschwinden, spricht man von
Angina
pectoris. Wird ein Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel
verschlossen, tritt der
Herzinfarkt ein.
Die nicht versorgten Teile des Herzmuskels sterben ab.
Nach einer neuen Theorie lösen Abwehrzellen des Körpers, sogenannte
Makrophagen, den Herzinfarkt aus. Diese
Abwehrzellen setzen sich in den Fettablagerungen in den Herzkranzgefäßen
fest, zersetzen sie und führen zu einer Entzündung in der nur
wenige Millimeter dicken Wand des Herzkranzgefäßes. Einige Forscher
sind der Meinung, dass die Makrophagen dabei von Bakterien unterstützt
werden. Entsteht in dem feinen Häutchen, das die Fettablagerung vom
Blut trennt, ein Riss, wird ein
Blutgerinnsel
zum Verschließen gebildet. Ist das Gerinnsel so groß, dass es
das Gefäß verschließt, entsteht ein
Herzinfarkt.
Bluthochdruck
Das fließende Blut drückt gegen die Wände der Blutgefäße,
besonders gegen die Wände der Arterien. Die Kraft, mit der der Blutstrom
gegen die Gefäßwand drückt, wird als Blutdruck gemessen.
Dies erfolgt am Arm mithilfe eines Blutdruckmessgerätes. Untersuchungen
ergaben, dass der Blutdruck im Normalfall zwischen 120 und 80 mm Hg hin-
und herpendelt (mm Hg bedeutet "Millimeter Quecksilbersäule"),
bei 60-jährigen zwischen 160 und 90 mm Hg. Steigt der Blutdruck dauerhaft
auf Werte oberhalb des für das Alter gültigen Normalwertes an,
spricht man von "
Bluthochdruck".
Hoher Blutdruck führt einerseits zu Herzmuskelschwäche, andererseits
zu Gefäßverkalkungen mit ihren Folgen Schlaganfall und Herzinfarkt,
aber auch zu Schäden am Gehirn und an den Nieren!
Arterienverkalkung
(Arteriosklerose)
Gesunde Arterien (siehe Bild 4 a) besitzen eine dicke, elastische Muskelschicht,
durch deren Tätigkeit das Blut in den Gefäßen fließt.
Schon in jungen Jahren können sich durch
Kalk-
und Fettablagerungen an der Innenwand der Arterien Verengungen bilden
(siehe Bild 4 b - d). Die Gefäßwand verliert ihre Elastizität.
Durch diese Verengungen fließt weniger Blut. Dadurch werden beispielsweise
Organe wie das Gehirn, die Nieren oder das Herz weniger mit Sauerstoff versorgt,
als sie für ihre Tätigkeit benötigen. Diese Organe erkranken.
Schlaganfall
(Hirnschlag)
Als
Schlaganfall bezeichnet man Ausfallserscheinungen
des Gehirns. Ursache ist oftmals eine Mangeldurchblutung durch
Arterienverkalkung
im Gehirn und im Bereich der Halsgefäße. Sie kann bis zum Gefäßverschluss
führen. Durch diese Mangeldurchblutung erhalten bestimmte Hirnregionen
keinen Sauerstoff und keine Nährstoffbausteine. Die betroffenen Hirnregionen
können ihre Aufgaben nicht mehr ausführen, sie gehen zugrunde.
Das führt u.a. zur halbseitigen Lähmung des Körpers, zu Sprachstörungen,
Erkennungs- und Sehstörungen.
Krampfadern
Bei Menschen, die vorwiegend stehende, sitzende oder bewegungsarme Tätigkeiten
ausführen, werden die Venen an den Beinen durch den ständigen
Blutstau erweitert. Die Venen können sich nicht aktiv zusammenziehen.
Sie verformen sich zu Krampfadern mit Aussackungen und Schlängelungen.
Die Venenklappen können sich nicht mehr schließen, sodass
der Rückfluss des Blutes zum Herzen gestört ist.
In den erkrankten Venen können sich Blutgerinnsel
(Thromben) bilden. Dann spricht man von einer Venenthrombose,
die sehr gefährlich sein kann. Die Blutgerinnsel können mit
dem Blutstrom in die Lunge gelangen, dort ein Gefäß verstopfen
und zur tödlichen Lungenembolie
führen.
Ursachen und Vorbeugung
Herz- und Kreislauferkrankungen haben vielfältige Ursachen. Diese
werden als Risikofaktoren
bezeichnet.
Dazu gehören u.a. Bluthochdruck, übermäßiger Alkoholgenuss,
Rauchen, Übergewicht durch zu fetthaltige Ernährung, Bewegungsmangel,
auch großer Stress, bedingt durch Ärger, Aufregung oder Konfliktsituationen.
Jeder Mensch kann Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen, wenn er in
seiner persönlichen Lebensweise möglichst viele Risikofaktoren
vermeidet.
Einige Grundregeln einer gesunden
Lebensweise helfen dabei, den Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen.
Grundregeln einer gesunden Lebensweise
- Beginne nicht mit dem Rauchen bzw. stelle das Rauchen ein, denn das
Nikotin bewirkt eine Verengung der Blutgefäße.
- Kontrolliere dein Körpergewicht, denn Übergewicht belastet
deinen Kreislauf. Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) tragen wesentlich
zur Arterienverkalkung bei.
- Achte auf deinen Blutdruck. Erhöhter Blutdruck schädigt
die Blutgefäße und beschleunigt die Arterienverkalkung.
- Vermeide unnötigen Stress und ein Zuviel an Stress. Stress ist
eine seelische Anspannung, die verschiedene Folgen haben kann, z.B.
Herzklopfen, Prüfungsangst, Schweißausbrüche, Verkrampfungen
der Herzkranzgefäße.
- Achte auf regelmäßige Bewegung deines Körpers, vermeide
Bewegungsmangel, denn Bewegung erhält die Blutgefäßwände
elastisch.
Herz- und Kreislaufkranke dürfen sich aber nicht überanstrengen.
Nicht alle Sportarten sind für sie empfehlenswert:
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empfehlenswert
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nicht empfehlenswert
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Laufen, Wandern, Rad
fahren, Schwimmen, Bergwandern, Skilanglauf
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Ringen, Gewichtheben, Liegestütze, Tauchen,
Klimmzüge, Rudern, Bergsteigen, Windsurfen, Kraftsport
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