




Der Hund - des Menschen liebstes
Haustier
Die Mannigfaltigkeit und Individualität kann man z. B. gut
an den Hunderassen erkennen. Es gibt über 400 Hunderassen.
Diese sind durch individuelle Merkmale gekennzeichnet. Sie unterscheiden
sich z. B. in der Körpergröße, der Beinlänge,
der Felldichte und -farbe, der Schnauzenform.
Trotz der Unterschiede besitzen sie allgemeine Hundemerkmale, z. B.
sind sie Fleischfresser und besitzen einen gut ausgebildeten Geruchs-
und Gehörsinn.
Alle Hunde, egal wie sie aussehen, haben einen gemeinsamen Vorfahren,
nämlich den Wolf.
Der Wolf - Vorfahre des Hundes
Die Domestizierung (darunter versteht man das Einfangen und Zähmen
von Wildtieren zum Zwecke der Zucht und zur Verwendung als Nutztiere)
des Wolfs begann vor etwa 14 000 Jahren, wahrscheinlich im
Nahen Osten oder in Asien.
Es gilt als erwiesen, dass alle uns heute bekannten Haushundrassen auf
ein und dieselbe Stammform zurückgehen, den Wolf.
Das hat man beim wissenschaftlichen Vergleich der Hirnmasse und des
Verhaltens von Haushunden sowie durch genotypische Untersuchungen mit
den drei infrage kommenden Stammformen - Wolf, Kojote und Schakal
- eindeutig festgestellt.
Der Deutsche Schäferhund -
beliebtester Hund der Welt
Im Jahre 1899 wurde mit der Züchtung des Deutschen Schäferhundes
begonnen. Ziel war, aus dem damals vorhandenen Hütehund einen zu
hohen Leistungen veranlagten Gebrauchshund zu schaffen. Deshalb wurden
ganz spezielle Rassestandards für den Deutschen Schäferhund
festgelegt. Diese Rassestandards beziehen sich sowohl auf die körperliche
Beschaffenheit als auch auf die Wesens- und Charaktereigenschaften.
Der offizielle "Stammvater" des Deutschen Schäferhundes ist "Hektor Linksrhein" genannt Horand von Grafrath. Der Rüde gehörte dem königlich-preußischen Rittmeister a. D. MAX VON STEPHANITZ (1864-1936), der von den Gründungsmitgliedern des Vereins für Deutsche Schäferhunde zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt wurde.
MAX VON STEPHANITZ beschrieb den temperamentvollen Stammvater so: Wundervoll in einer anschmiegsamen Treue zum Herrn, ..., ungebändigt in seiner überschäumenden Lebensfülle, ..., nie müßig, immer unterwegs, gutmütig ..., aber kein Schmeichler; ein Kindernarr und immer - verliebt. Seinem Beobachter ein dauernder Genuß, ... .
Der Schäferhund ist heute eine der verbreitetsten Rassen weltweit. Er wird aufgrund seiner Eigenschaften als Polizei-, Zoll-, Lawinensuch-, Rettungs-, Sanitäts-, Schutz-, Wach-, Blindenführ-, Behinderten-, Hüte-, Sport-, Begleit-, Freizeit- und Familienhund genutzt.
Körpermerkmale und Eigenschaften
Gewicht und Größe: Rüden sind bis 65 cm hoch und wiegen
etwa 30 bis 40 kg. Hündinnen sind etwas kleiner, sie sind
bis zu 60 cm groß und wiegen 22 bis 32 kg.
Fell und Farbe: stockhaarig mit dichtem Deckhaar, möglichst dicht,
gerade, harsch und fest anliegend; buschig behaarte Rute. Schwarz mit
regelmäßigen braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Weiß
ist nicht erlaubt.
Aussehen: mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und bemuskelt,
die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest. Ausdrucksvoller
Kopf und wohlproportionierter Körper. Nicht verwechselbar.
Wesen: ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und
(außerhalb der Reizlage) völlig gutartig.
Bewegung: Ein Schäferhund will und muss sich bewegen. Hat der Deutsche
Schäferhund täglich ca. 2-3 Stunden Bewegung, bleibt
er ausgeglichen.
Der Boxer - ein nicht nachtragender
Hund
Der echte Boxer wurde aus einer
Kreuzung zwischen dem Bull Mastiff und der Bulldogge 1850 in München
gezüchtet.
Die Stammväter vermachten dem Boxer Eigenschaften wie mutig, Furcht
einflößend, zurückhaltend. Allerdings mussten bei der
Züchtung einige über lange Zeit erworbene Eigenschaften beseitigt
werden, und zwar die ererbte Aggressivität und der wenig vertrauenerweckende
Gesichtsausdruck.
1895 wurde diese neue deutsche Rasse erstmals bei der Hundeausstellung
in München öffentlich vorgestellt. Der Boxer war schlank,
anhänglich und freundlich und wurde deshalb schnell zu einem Liebling
der Hundefreunde.
Seine Beliebtheit beruht wohl zum einen auf seiner "wunderschönen
Hässlichkeit", zum anderen aber auf seinem guten und aufrichtigen
Charakter, auf seiner Treue, Ausgeglichenheit, Reinlichkeit und Fröhlichkeit.
Die Fröhlichkeit drückt sich übrigens dadurch aus, dass
der winzige Schwanz ständig in Bewegung ist.
Außerdem ist er ein Hund, der nicht nachtragend ist und daher
u. a. gut mit Kindern spielen kann.
Auch als Dienst- und Gebrauchshund hat der Boxer bei der Abrichtung
hervorragende Ergebnisse erreicht. Im Vergleich mit dem Deutschen Schäferhund
ist er als Wachhund für Haus und Hof, aber auch für die persönliche
Verteidigung ebenbürtig.
Körpermerkmale und Haltung
Größe und Gewicht: Die Rüden werden bis zu bis 63 cm
groß und wiegen etwa 30 kg. Die Rute ist hoch angesetzt,
die Haare sind kurz und glänzend; Farben rostrot, gelbrot, gelb,
gestromt.
Wichtig ist es, den Boxer nach einem Spaziergang im Regen sorgfältig
abzutrocknen. Außerdem muss man auf eine fettarme Ernährung
achten, um den Boxer bei schlanker Figur zu halten. Der Zahnarzt muss
regelmäßig die Zähne kontrollieren (einmal im Jahr).
Der Boxer braucht genügend Auslauf in Feldern oder Parks.