Körperbedeckung und Körpertemperatur
Säugetiere haben eine trockene Haut
mit Haaren. Sie können fast überall leben. Ein Grund dafür
ist die Körperbedeckung
der Säugetiere, das Fell.
Das Fell kann trocken und sehr weich, aber auch borstig wie beim Wildschwein
oder stachelig wie beim Igel sein.
Das Fell der Säugetiere, z. B. von Wildschwein und Schaf, besteht aus kurzen, dicht nebeneinanderstehenden Wollhaaren und längeren, locker stehenden Grannenhaaren.
Auf einem Hautstückchen vom Wildschwein sind glatte Haare, die
sich derb anfassen, die Grannenhaare.
Zwischen ihnen befinden sich kurze gekräuselte, weiche Haare,
die Wollhaare. Die Grannenhaare
dienen als Nässeschutz und als mechanischer Schutz.
Auf der Haut eines Schafs sind viele wollig weiche Haare dicht nebeneinander
angeordnet. Die Haare sind kurz und gekräuselt. Es sind die Wollhaare.
Sie schützen gegen Kälte.
Die dicht aneinanderstehenden Haare wirken wie eine Isolierschicht.
Dadurch kann die Körperwärme nicht so schnell an die Umgebung abgegeben werden. Eisbär und Polarfuchs können auf diese Art und Weise auch in sehr kalten Gebieten leben. Bei Kamel, Hyäne und Wüstenfuchs, die in sehr heißen Gebieten zu Hause sind, verhindert diese Isolierschicht, dass zu viel Wärme in den Körper eindringen kann. Der Seehund besitzt eine kurze, anliegende Behaarung. Eine dicke Speckschicht schützt den Körper vor Wärmeverlust.
Viele Säugetiere wechseln regelmäßig die Haare. Dies geschieht mit dem Wechsel der kalten und warmen Jahreszeit. Der Aufbau des Fells ändert sich. Im "dünneren" Sommerfell überwiegen die Grannenhaare. Im "dickeren" Winterfell findet man zusätzliche Wollhaare.
Einige Säugetiere, wie das Hausschwein und auch der Mensch, haben nur wenige Haare.
Die Säugetiere und der Mensch haben im Winter wie im Sommer die gleiche Körpertemperatur (ca. 37 °C). Sie sind gleichwarm. Der Mensch benutzt Kleidung, um seinen Körper vor Wärmeverlust, Überhitzung und Austrocknung zu schützen.