Das Lymphsystem ist ein zweites Röhrensystem im menschlichen Körper.
Zwischen den Geweben verlaufen feinste Kanälchen
(1), die in größere Sammelrohre
(2) münden. Einige Sammelrohre wiederum vereinen sich zu einem großen
Lymphgefäß, dem Brustlymphgang
(3). Dieser mündet in den Blutkreislauf ein.
In die Lymphbahnen sind Lymphknoten
(4) eingeschaltet. Die Lymphknoten sind 0,2 bis 2 cm groß. Sie sind
von einer bindegewebigen Kapsel umgeben. Die Sammelrohre führen die
Lymphe aus dem Gewebe durch die
Lymphknoten. Dabei wirken die Lymphknoten als Filter. In den Lymphknoten
werden Giftstoffe und Krankheitserreger aus der Lymphe herausgefiltert.
In den Lymphknoten werden auch Lymphozyten
(weiße Blutkörperchen) gebildet.
Lymphknoten werden größer und schmerzhaft fühlbar, wenn
in ihrem Zuflussbereich eine Entzündung abläuft.
Die Fortbewegung der Lymphe wird durch
Kontraktionen der glatten Muskulatur in den Lymphgefäßwänden
ausgelöst. Die Lymphe wird aber auch durch die Tätigkeit der
Körpermuskulatur in Bewegung gehalten. Taschenklappen in den Gefäßen
verhindern das Zurückfließen.
Transportfunktion der Lymphe
Neben dem Blut übernimmt die Lymphe eine wichtige Transportfunktion
in unserem Körper. Die Lymphe
ist eine gelbliche bis farblose Flüssigkeit, die in Lymphgefäßen
durch unseren Körper fließt.
Die Lymphe kann man mit verdünntem Blutplasma vergleichen. Sie dient
vor allem der Versorgung der einzelnen Zellen mit Nährstoffbausteinen,
z.B. Fettsäuren, Glycerol (Glycerin). Außerdem transportiert
sie weiße Blutzellen
in das Blut, die bei der Körperabwehr eine wichtige Rolle spielen.