Schädigungen der Haut
Die Akne vulgaris ist die
häufigste Hauterkrankung im jugendlichen und frühen Erwachsenenalter.
Durch eine Fehlsteuerung der Talgdrüsenaktivität werden die
Ausfuhrgänge der Talgdrüsen verstopft. Diese "Talgpfropfen"
entzünden sich mehr oder weniger stark und führen zu den vereiterten
Pusteln. Die Akne befällt alle Körperregionen mit größeren
Talgdrüsen, vor allem Gesicht und Rücken. Die Ernährung
hat kaum Einfluss auf die Akne, daher sind Diäten sinnlos. Zu achten
ist auf eine gründliche Reinigung der Haut, jedoch nicht mit aggressiven Mitteln, sondern mit Wasser und einer sanften Seife, damit die Hautflora nicht geschädigt wird. Schwere Formen der Akne
gehören in die Hand des Arztes.
Sehr verbreitet sind nach Fieber, Sonnenbestrahlung, Ekel u. Ä., besonders in der Mundregion, stecknadelkopfgroße Bläschen mit klarem, später eitrig gelbem Inhalt. Ursache für diese Erkrankung, Herpes genannt, sind Herpes-Viren. Die Bläschen platzen auf, bilden eine Kruste und heilen dann ohne Narbenbildung ab.
Auch Parasiten können
Erkrankungen der Haut hervorrufen, z. B. Läusestiche und Läusespeichel
verursachen Quaddeln und Knötchen auf der Haut, die sehr stark jucken.
Auch Milben können Hautausschlag hervorrufen.
In den letzten Jahren haben Infektionen der Haut durch Pilze erheblich
zugenommen. Die Hautpilze dringen in die Haut ein und bilden
dort ein dichtes Geflecht von Pilzfäden. Besonders häufig lösen
sie als "Fußpilze" zwischen den Zehen heftigen Juckreiz
und Entzündungen aus. Anstecken kann man sich z. B. in Schwimmbädern,
Saunen und Duschen, da diese Pilze vor allem in feuchtwarmer Umwelt gedeihen.
Tägliches Füßewaschen und das sorgfältige Abtrocknen
der Zehenzwischenräume beugen einer Ansteckung mit Pilzen vor.
Verbrennungen der Haut entstehen durch Einwirkung starker Hitze oder durch Kontakt mit heißen Körpern, Flammen, erhitzten Gasen und UV-Strahlen. Bei Kontakt mit heißen Flüssigkeiten spricht man von Verbrühungen. Je nach Schwere der Einwirkung treten Schädigungen des Hautgewebes in unterschiedlichem Grade auf:
Verätzungen der Haut entstehen durch Einwirkung konzentrierter Basen und Säuren, die das Eiweiß der Zellen zerstören und zum Tod des entsprechenden Gewebes führen.
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Bei Hautschädigungen sind Erste-Hilfe-Maßnahmen
durchzuführen:
Bei leichten Verbrennungen, besonders
der Gliedmaßen, sollte so lange mit kaltem Wasser gespült
werden, bis der Schmerz nachlässt. Noch besser ist es, die verbrannten Stellen, die noch nicht offen sind, mit Essigwasser abzutupfen.
Verbrannte oder verbrühte
Körperteile sind sofort steril abzudecken. Es dürfen keine
Öle, Salben oder Puder auf die Wunde gebracht werden.
Bei schweren
Verbrennungen ist dem Verletzten eine Decke überzulegen, um ihn
vor Wärmeverlust zu schützen. Ein Notarzt muss gerufen werden.