Bei der Betrachtung uns bekannter Vogelarten wird an den ausgebildeten Schnäbeln die Spezialisierung, d. h. die Angepasstheit an die verschiedenen Ernährungsweisen, deutlich.
Körnerfresser: gedrungene, kräftige Schnäbel.
Insektenfresser: lange, spitze Schnäbel; müssen die Insekten aus Baumstämmen usw. gepickt werden, ist der Schnabel zudem sehr kräftig.
Nektarsauger: langer, spitzer, dünner Schnabel, um auf den Grund der Blütenkelche zu gelangen.
Fleischfresser: kräftiger Schnabel mit hakig gebogenem Oberschnabel, zum Zerreißen der Beute.
Auch bei der Betrachtung der Ernährungsweise der Insekten zeigen sich Spezialisierungen zum Beispiel im Bereich der Mundwerkzeuge:
Die Spezialisierung führt bei den Lebewesen durch Veränderung im Bau bzw. durch Ausbildung bestimmter Verhaltensweisen zu einer besseren Angepasstheit an spezifische Umweltbedingungen. Spezialisierungen können sich beispielsweise auch auf bestimmte Temperaturen (z. B. Tiere und Pflanzen in den Tropen, der Arktis, den Wüsten; Kalt- bzw. Warmwasserfische) und auf bestimmte Wasserverhältnisse (Feuchtlufttiere, Trockenlufttiere, Trockenpflanzen) beziehen.
Eine Veränderung der Umweltbedingungen (z. B. Klimaverhältnisse) kann bei speziell angepassten Organismen zum Aussterben führen, da sie aufgrund ihrer Spezialisierung im Toleranzbereich eingeengt sind.