

Geschlechtskrankheiten
sind Infektionskrankheiten,
die fast ausschließlich über den Geschlechtsverkehr übertragen
werden.
Zu den typischen Geschlechtskrankheiten gehören Syphilis
(Lues) und Tripper
(Gonorrhoe). Sie sind mittlerweile
relativ selten geworden, können aber immer noch jederzeit bei ungeschütztem
Verkehr übertragen werden.
Man kann die Geschlechtskrankheiten durch Abstriche oder Bluttests sicher
nachweisen bzw. ausschließen. Da Geschlechtskrankheiten für
einen selbst, für Partner/in und auch in der Schwangerschaft
für ungeborene Kinder ein Risiko darstellen, sollte in Zweifelsfällen
immer sofort ärztlicher Rat eingeholt und eine mögliche Infektion
abgeklärt werden.
Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit sollte man einen Facharzt (Dermatologe
oder Urologe) aufsuchen und auf keinen Fall Geschlechtsverkehr haben.
Geschlechtskrankheiten kann man vorbeugen, indem man sich zum einen beim
Geschlechtsverkehr schützt (Kondome benutzen) und zum anderen nur
Sex mit Menschen hat, die man genau kennt.
Sollte eine Geschlechtskrankheit festgestellt werden, sollte solange auf
Geschlechtsverkehr verzichtet werden, bis die Therapie erfolgreich abgeschlossen
wurde.
Syphilis (Lues)
Erreger der Syphilis sind Bakterien
(Treponema pallidum). Sie werden fast ausschließlich
beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Ansteckend
sind viele Körperflüssigkeiten, besonders aber die Scheiden- und Samenflüssigkeit,
Blut oder auch Speichel infizierter Personen. Syphilis kann aber
auch angeboren sein, wenn die Schwangere infiziert ist und dadurch die
Infektion an das ungeborene Kind weiter gibt. Auch Fehl- oder Frühgeburten sind möglich. Syphilis kommt heutzutage
in unserer Gesellschaft sehr selten vor und ist in Deutschland meldepflichtig, ohne Nennung des Namens.
Bei den meisten der gemeldeten Fälle handelt es sich um Menschen,
die sich im Ausland angesteckt haben. Syphilis ist zum Beispiel in Afrika
und Asien sehr verbreitet.
Wenn man an Syphilis erkrankt ist, kommt es zu folgenden Beschwerden:
Primärstadium:
Innerhalb
der ersten drei bis vier Wochen nach der Infektion bildet sich ein Geschwür, auch
"harter Schanker" genannt,
auf der Haut oder der Schleimhaut direkt an der Stelle der Infektion.
Das Geschwür kann zum Beispiel am Penis, an den Schamlippen oder
in der Scheide sitzen. Bei Oralverkehr kann es sich auch im Mund oder
Rachen bilden und bei Analverkehr im Enddarm entstehen.
Auch unbehandelt heilen die Geschwüre von selbst nach einigen Wochen
ab.
Sekundärstadium:
Nachdem das Geschwür verschwunden oder aber auch immer noch vorhanden
ist, entsteht ca. 9 Wochen nach der Infektion ein hell- bis braunroter, fleckiger Ausschlag am ganzen
Körper. Es können Beschwerden auftreten, die an eine Grippe erinnern, wie Fieber und Muskelschmerzen.
Danach kommen die Beschwerden zum Stillstand, aber die Krankheit kann
jederzeit, nach Monaten bis Jahren, wieder auftreten.
Tertiärstadium:
Wurde die Erkrankung zuvor nicht behandelt, tritt die Syphilis an verschiedenen Körperstellen
wieder auf, da sich die Erreger weiter im Körper, vor allem an den Organen, vermehrt haben. Geschwürartige Wucherungen können überall am und im Körper auftreten, in der Haut, in Organen, in Knochen, in Blutgefäßen und im zentralen Nervensystem. Die gefährlichsten Spätfolgen betreffen die Hauptschlagader,
das Herz und Veränderungen des Nervensystems und des Gehirns und
können zum Tod führen. Ab diesem Stadium ist der Erreger nicht mehr nachweisbar und die Krankheit
nicht mehr therapierbar. Im Frühstadium können die Erreger anhand
eines Abstrichs vom Geschwür nachgewiesen
werden. Eine Blutprobe kann durch den
Nachweis der Antikörper im Blut zur Erkennung der Syphilis beitragen.
Unter Umständen kann mittels Rückenmarksflüssigkeit (Liquor ) eine Syphilis diagnostiziert werden.
Da man in den späten Stadien keine Heilung mehr gewährleisten
kann, ist es wichtig, dass diese Krankheit sehr schnell und umfassend
behandelt wird. Syphilis wird mit Penicillin oder anderen Antibiotika behandelt.
Die Partner müssen sich ebenfalls der ärztlichen Untersuchung
unterziehen. Der Erkrankte sollte alle Personen, mit denen er in den letzten
drei Monaten sexuellen Kontakt gehabt hatte, darüber informieren,
dass auch sie möglicherweise infiziert sind.
Bei einer rechtzeitigen Behandlung von Syphilis sind keine bleibenden
Schäden zu erwarten. Wird die Krankheit jedoch nicht behandelt, kann
sie Jahre später zur Hirnerweichung, anschließend zur Verflüssigung
des Hirngewebes und Rückenmarks und damit zum Tod führen.
Tripper (Gonorrhoe)
Erreger des Trippers sind Bakterien. Dabei handelt es sich um Gonokokken
(Neisseria gonorrhoeae).
Die Gonorrhoe wird vorwiegend beim Geschlechtsverkehr übertragen,
und zwar bei allen Formen des Sex. Sowohl beim vaginalen als auch beim
oralen oder rektalen Sex können die Erreger übertragen werden.
Eine an Tripper erkrankte Mutter kann ihr Kind während der Geburt
anstecken. Die Neugeborenen können dann eine ernsthafte Entzündung
der Augen bekommen, die unbehandelt zur Blindheit führen kann.
Etwa die Hälfte aller infizierten Frauen haben keine Beschwerden.
Bei den Männern sind dagegen nur etwa ein Drittel beschwerdefrei.
Beschwerden bei Männern:
Beschwerden bei Frauen:
Bei beiden Geschlechtern kann eine Schmierblutung auftreten, die in der
Regel ohne Beschwerden auftritt, jedoch ab und zu Fieber auslöst.
Entscheidend ist, dass etwa 50 Prozent der Frauen und bis zu 25 Prozent
der Männer Überträger sind, die selbst keinerlei Symptome
oder Krankheitszeichen zeigen. Daher wissen diese Menschen auch nicht,
dass sie eine ansteckende Krankheit haben.
Die genannten Symptome treten 2 – 3 Tage nach dem Kontakt mit einer infizierten
Person auf. Komplikationen können auftreten, wenn die Krankheit nicht
rechtzeitig erkannt worden ist. Dazu gehören u. a. die Sterilität.
Es kann aber auch sein, dass die Bakterien (Gonokokken) sich über
das Blut verteilen und dann das Herz oder auch das Gehirn schädigen.
Die Bakterien sind in dem aus der Harnröhre stammenden Eiter mikroskopisch
nachweisbar. Mithilfe eines Abstrichs aus der Harnröhre, der Gebärmutter,
dem Rachen (bei oralem Verkehr) oder dem After können Gonokokken
nachgewiesen werden.
In erster Linie ist es wichtig, dass die Partner sich ebenfalls der ärztlichen
Untersuchung unterziehen müssen. Zur Behandlung war Penicillin
das übliche Mittel. Auf Grund der zunehmenden Resistenzentwicklung der Gonokokken wird heute die Gabe verschiedener anderer Antibiotika empfohlen.
Bei Gonorrhoe besteht eine namenlose Meldepflicht bei allen Erkrankten.
Wird eine Gonorrhoe rechtzeitig behandelt, heilt sie ohne Spätfolgen gut aus. Eine unbehandelte Infektion kann sich ausbreiten
und bei Frauen zu Entzündungen des Unterleibs und bei Männern
zu einer Entzündung der Nebenhoden führen. Bei Frauen kann eine
Gonorrhoe zu einem Verschluss der Eileiter führen, dadurch ist die
Wanderung des Eies in die Gebärmutter erschwert. Bei einem schon
befruchteten Ei besteht die Möglichkeit einer Eileiterschwangerschaft,
des weiteren kann ein beidseitiger Verschluss des Eileiters zu Sterilität
führen.
In schweren Fällen folgen Gehirnhautentzündung
und Herzmuskelentzündung. Durch Reiben der Augen nach dem Berühren infizierter Genitalien, kann eine Okulare Gonorrhoe verursacht werden. Die Infektion geht auf die Schleimhäute am Auge. Symptome sind stark geschwollene Augenlider, erhöhte Durchblutung, und starke Eiterbildung. Gelegentlich können sich Geschwüre an der Cornea bilden, in ernsten Fällen sogar Perforationen. Hier ist eine schnellstmögliche Diagnose und Behandlung erforderlich.
Chlamydien-Infektion
Bei Chlamydien handelt es sich
um kugelförmige Bakterien, die nur in Wirtszellen überleben
können. Die Art Chlamydia trachomatis ist ein typischer Schleimhautparasit, der ausschließlich den Menschen infiziert. Die von ihnen verursachten Infektionen bilden die häufigste
Ursache für Geschlechtskrankheiten. Diese Erkrankung betrifft sowohl
Frauen als auch Männer. Gelangen Chlamydien in die Augen, kommt es zu eitrigen Bindehautentzündungen.
Etwa 80 % der Infizierten haben kaum Beschwerden und bemerken daher ihre Entzündung
im Genitalbereich nicht. Dadurch erhöht sich leider das Risiko einer chronischen Erkrankung.
In Deutschland beträgt die Krankheitshäufigkeit einer Chlamydien-Infektion bei minderjährigen Mädchen 5,4 % und steigt in Abhängigkeit mit der Zahl der Sexualpartner. In deutschen Großstädten sind bis zu 10 % der jungen Frauen infiziert. Diese Menschen fungieren als Überträger.
Bei Frauen kommt es bei einer Entzündung der Eileiter unter Umständen
zu Langzeitauswirkungen wie Sterilität und Schwangerschaft außerhalb
der Gebärmutter. Bei Männern kann eine Entzündung der Vorsteherdrüse oder der Nebenhoden resultieren. Spätfolge auch hier: Sterilität. Rund ein Viertel aller Betroffenen werden unfruchtbar.
Es kann nach einer Inkubationszeit von 7 – 14 Tagen zu folgenden Beschwerden kommen:
Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von Mirko-Organismen anhand eines
Abstrichs von der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals. In manchen
Fällen wird eine DNA-Analyse mittels PCR-Technik (Polymerase-Kettenreaktion) angewandt.
Chlamydien lassen sich sehr
effektiv mit speziellen Antibiotika bekämpfen.
Der Arzt wird nach der Behandlung einen Kontrollabstrich entnehmen, um
jedes Risiko auszuschließen.
Ähnlich der Gonorrhö können Chlamydien bei bestehender Infektion der Mutter auch auf das Neugeborene übertragen werden. Das Neugeborene kann eine Bindehautentzündung, aber auch Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündung entwickeln. Die Infektion mit C. trachomatis gehört zu den infektiösesten sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Therapie kann daher nur erfolgreich sein, wenn alle Sexualpartner des Patienten mitbehandelt werden.
Herpes genitalis
Herpes genitalis wird
durch Herpes Simplex Viren, einem
nahen Verwandten der Lippenbläschen-Viren ausgelöst. Herpes
genitalis entsteht vorwiegend an den Geschlechtsteilen und am After, aber
diese Krankheit kann z. B. auch in der Mundhöhle vorliegen. Herpes genitalis ist eine Krankheit, die vor allem durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Frauen stecken sich leichter bei Männern an als umgekehrt. Die ersten
Ausbrüche beginnen in der Regel innerhalb der Woche, in der man infiziert
worden ist, aber es kann auch längere Zeit vergehen. Die Krankheit
ist so lange ansteckend, bis die betroffene Stelle durch eine Kruste bedeckt
wird.
Die Beschwerden machen sich durch kleine Gruppen von Flüssigkeit
enthaltenden Bläschen auf einem roten Untergrund bemerkbar. Die Geschwüre
können sehr jucken oder schmerzhaft sein, sie verheilen glücklicherweise
von selbst und hinterlassen keine Narben, aber leider neigen sie dazu,
immer wiederzukommen. Die Ausbrüche sind gleichzeitig von Fieber,
geschwollenen Lymphknoten und einem allgemeinen Schwäche- und Krankheitsgefühl
begleitet.
Die Diagnose wird anhand der charakteristischen Hautveränderungen
gestellt, bei Zweifeln wird ein Abstrich aus dem Herpesbläschen vorgenommen oder im Blut nach entsprechenden Antikörpern gesucht.
Eine Herpesinfektion lässt sich nicht endgültig heilen, weil sich das Virus dauerhaft im Körper befindet, auch wenn zeitweise keine Symptome auftreten. So kann es immer wieder
zu Rückfällen kommen. Die Behandlung mit Virustatika
kann jedoch die Beschwerden lindern und die Ausbreitung der Bläschen
verringern, sodass sie schneller abheilen.
Man sollte sich daher vor Augen halten, dass man für den Rest seines
Lebens eine Ansteckungsgefahr für seine Mitmenschen darstellt und
sich deshalb auch entsprechend verhalten sollte:
In jedem Fall Kondome benutzen und sich keine Handtücher
mit anderen Menschen teilen u. ä.
AIDS/HIV
Aids ist die gefährlichste sexuell
übertragbare Krankheit und wird durch das HI-Virus (Humanes Immunschwäche-Virus)
ausgelöst.
HIV wird in Europa in etwa 80 % der Fälle durch sexuelle Kontakte übertragen. Weiterhin wird HIV auch sehr leicht durch gemeinsamen Gebrauch von Nadeln und Spritzen übertragen (Drogenabhängige). Dabei können auch andere Erkrankungen wie Hepatitis übertragen werden. Auf diesem Weg infizieren sich in Europa etwa 15 % der Betroffenen.
Das HI-Virus greift das Abwehrsystem des Körpers an und zerstört es.
Das bedeutet, dass sich HIV-Infizierte sehr leicht an anderen Infektionskrankheiten anstecken und an solchen Krankheiten
sterben können, die auf gesunde Menschen keinen folgenschweren Einfluss
haben würden.
Das Virus befindet sich in den Körperflüssigkeiten, unter anderem im Sperma- und Scheidensekret, und wird durch kleine Verletzungen in den Geschlechtsteilen, die während des Geschlechtsverkehrs entstehen können, übertragen. Bei ca. 50 % der Infizierten treten nach 6 Tagen bis 6 Wochen folgende Symptome auf. (Einige Patienten haben jedoch überhaupt keine Beschwerden.)
Häufig folgt danach eine symptomfreie Phase, die individuell unterschiedlich lang ist und von einigen Monaten bis zu vielen Jahren dauern kann. Trotzdem vermehrt sich das Virus in dieser Zeit weiter und zerstört die Immunzellen. Infizierte Personen leiden zunehmend an gesundheitlichen Beschwerden, die jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit der HIV-Infektion stehen. Durch das bereits stark angegriffene Immunsystem ist der Körper nicht mehr in der Lage Infektionen durch Pilze, Bakterien und Viren abzuwehren. So genannten Aids-definierende Erkrankungen treten gehäuft auf, wie z. B. Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Malignome (Hautkrebs) usw. Diese Schwächen den Körper zunehmenden und bedeutet oftmals den Tod des Patienten.
Die Diagnose wird anhand der HIV-Antikörper im Blut gestellt. Die Blutprobe erweist sich aber in der Regel erst sechs bis zwölf Wochen nach der Infektion als positiv. In diesem Zeitraum kann die Blutprobe also ein negatives Ergebnis haben, obwohl man schon infiziert ist. Deshalb ist es wichtig, dass der HIV-Test so schnell wie möglich, nachdem sich der Verdacht erhebt, durchgeführt und anschließend nach drei Monaten wiederholt wird (Bestätigungstest). Während dieser Zeit sollte ausschließlich Sex mit Kondomen praktiziert werden.
Es gibt keine Heilung gegen HIV/Aids. Je früher jedoch die Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Ärzte in der Lage, zu helfen. Es gibt heutzutage effektive Medikamente, die die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung verlängern. Auch eine gesunde Lebensweise kann helfen. Falls man HIV-positiv ist, sollte man ausschließlich mit Kondom geschützten Sex praktizieren. Außerdem ist es notwendig, den Partner/die Partnerin darüber zu informieren und es der Person mitzuteilen, bei der man sich vermutlich angesteckt hat, damit er/sie seine/ihre sexuellen Gewohnheiten ändern kann.
Beängstigend ist die zunehmende Ignoranz der Bevölkerung gegenüber der lebensbedrohlichen Krankheit. Verschiedene Berichte aus Europa und USA zeigen, dass sich junge Menschen zunehmend riskant verhalten, was sexuell übertragbare Krankheiten angeht.
Feigwarzen
Feigwarzen werden durch verschiedene Typen der humanen Papilloma-Viren (HPV) verursacht. Dieses Virus spielt außerdem eine Rolle bei der
Entstehung von Krebs an den Geschlechtsteilen. Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektion beim Geschlechtsverkehr oder Intimkontakt übertragen. Eine Übertragung der Erreger von der Mutter auf das Kind bei der Geburt ist ebenfalls möglich. Bislang nicht eindeutig geklärt ist, ob genitale HP-Viren auch nicht-sexuell übertragen werden können, beispielsweise durch verunreinigte Gegenstände oder gemeinsames Baden.
Es können bis zu mehrere Monate, aber auch Jahre, zwischen dem Infektionszeitpunkt bis
zum Ausbruch der Krankheit vergehen. Die Warzen sind entweder rosenkohlähnlich
oder flach, sie kommen in der Regel am Penisschaft oder an den Schamlippen
vor und können außerdem bei beiden Geschlechtern um den Enddarm
herum auftreten. Zuweilen bilden sie sich auch in der Mundhöhle oder
im Rachenraum. Bei etwa 10 – 15 % der Infizierten treten keine Symptome auf, sie sind jedoch Überträger.
Feigwarzen wachsen sehr schnell und wuchern an den betroffenen Stellen.
Die Beschwerden können sich verschlimmern, wenn das Abwehrsystem
geschwächt ist, wenn man schwanger ist oder aber Diabetes hat.
Da die Warzen eine Bedeutung für die Entstehung von Krebs an den
Geschlechtsorganen haben und sehr leicht übertragbar sind, sollte
man nur geschützten Sex praktizieren.
Die Diagnose wird gestellt,
indem das Warzengewebe mit einer fünfprozentigen Essigsäurelösung
bestrichen wird. Unsichtbare Warzen werden dabei als weiße Gebiete
erkennbar. Zudem wird eine Gewebeprobe histologisch untersucht.
Wenn man sich bereits infiziert hat, kann der Hausarzt eine Behandlung
mit dem Einfrieren oder Abtupfen der Feigwarzen mit einer Tinktur anbieten.
Wenn davon die Probleme nicht besser werden, wird ein Arzt den Betroffenen
möglicherweise an einen Hautarzt verweisen, der z. B. eine Lasertherapie
durchführt. Man muss jedoch wissen, dass diese Behandlung sehr lange
dauert und leider nicht immer zu einer vollständigen Heilung führt.
Tipps, um Geschlechtskrankheiten zu
vermeiden
Das Risiko, Geschlechtskrankheiten zu bekommen, wird durch den Gebrauch
von Kondomen stark herabgesetzt.
Es empfiehlt sich, Kondome in Kombination mit einer Spermien abtötenden
Salbe zu benutzen. Falls der Verdacht besteht, an einer Geschlechtskrankheit
erkrankt zu sein, sollte man sich umgehend an einen Arzt wenden. Auch Partner
und Partnerin müssen untersucht und behandelt werden, auch wenn er bzw. sie keinerlei Beschwerden
hat, um auf diese Weise den möglichen "Ping-Pong-Effekt"
zu umgehen.
Wann soll ich zum Arzt gehen?
In folgenden Fällen sollte man unverzüglich zum Arzt gehen: