

Das
Wachstum
Das Wachstum eines Organismus ist
durch eine bleibende Volumen- und Substanzzunahme gekennzeichnet. Wachstumsvorgänge
werden durch Hormone gesteuert und sind nicht umkehrbar.
Das Wachstum des Körpers ist meist mit einer Formveränderung verbunden. Beim Menschen und den meisten Tieren dauert das Wachstum nur kurz bis nach der Geschlechtsreife. Bei den Pflanzen können Wachstum und Organbildung bis zum Tod andauern.
Wachstum bei Pflanzen
Bei Pflanzen dauern Wachstum und Organbildung
bis zum Tode an, da sie beispielsweise an Spross- und Wurzelspitzen, den
Vegetationspunkten, Bildungsgewebe
besitzen. Dies besteht aus dünnwandigen, plasmareichen Zellen, die
zur Teilung befähigt sind. Aus den Zellen des Bildungsgewebes entstehen durch Differenzierungsvorgänge die Zellen der verschiedenen
Dauergewebe.
Es werden verschiedene Wachstumsformen unterschieden. Während tierische und menschliche Zellen nur über Zellteilungswachstum und Plasmawachstum verfügen, gibt es bei Pflanzen außerdem das Zellstreckungswachstum.
Das Zellteilungswachstum erfolgt durch schnell wiederholte Zellteilungen. Es führt zur Zellvermehrung.
Das Plasmawachstum erfolgt durch die Zunahme von Zellplasma und Zellbestandteilen innerhalb einer Zelle. Dazu werden organische Stoffe genutzt, die beim Stoff- und Energiewechsel gebildet werden.
Das Zellstreckungswachstum der Pflanzenzellen ist gekennzeichnet durch die Vergrößerung des Zellvolumens, vor allem durch Wasseraufnahme (Vakuolenbildung). Gleichzeitig erfolgt die Ausprägung der Zellwand durch Einlagerung von Cellulose.
Differenzierung von Zellen
Mit dem Zellstreckungswachstum sind
Differenzierungsvorgänge
der Zellen verbunden. Dabei erhalten die Zellen entsprechend ihrer späteren
Funktion, z. B. als Epidermiszelle, Leitungszelle, Festigungszelle, auch
die endgültige Form sowie ihren speziellen Bau und sie ordnen sich
in spezifischer Weise zu Geweben
an. Das Epidermisgewebe
besteht beispielsweise aus flachen Zellen, die lückenlos aneinander
liegen. Sie enthalten meistens keine Chloroplasten.