Züchtung bei Pflanzen und Tieren
Anwendung
der mendelschen Regeln
Die Kenntnisse der
mendelschen
Regeln sind für die
Züchtung
neuer Tierrassen und Pflanzensorten von großer Bedeutung. Dabei werden vom Menschen
bewusst Pflanzen-und Tiermerkmale verändert. Dazu müssen neue
Kombinationen der Erbanlagen in langjährigen
Kreuzungsexperimenten
gesucht werden. Hierfür greift der Züchter auf Methoden von
MENDEL
zurück, wie Auslese von Organismen mit bestimmten Merkmalen, gezielte
Kreuzung mit ausgewählten anderen Organismen und gründliche statistische
Auswertung der Kreuzungsergebnisse über mehrere Generationen. So wurden
z. B.
Getreidesorten mit höheren
Erträgen und größerer Widerstandskraft gegenüber den
Umweltfaktoren gezüchtet oder auch verschiedene
Kartoffel-
und Tomatensorten sowie zahlreiche neue
Topfpflanzen.
Durch
Kreuzungszüchtung
wird versucht, Anlagen für wertvolle Merkmale unterschiedlicher Tierrassen
miteinander zu kombinieren und in
Hochleistungsrassen
zu vereinen. So sind z. B. im
Schwarzbunten Milchrind
die Gene für hohe Milchleistung des
Holstein-Friesian-Rinds,
für hohen Milchfettgehalt die Gene des
Dänischen
Jersey-Rinds sowie die Gene des
Schwarzbunten Rinds für gute
Fleischbildung vereint. Das
Schwarzbunte Milchrind
wird zur Zucht und Vermehrung identischer Hochleistungstiere genutzt.