


Verfahrensprinzipien
In einem chemisch-technischen Apparat erfolgt ein kontinuierlicher
Ablauf, wenn in ihm ohne Unterbrechung die chemische Reaktion abläuft.
Die Zugabe der Ausgangsstoffe erfolgt ständig oder periodisch während der gesamten
chemischen Reaktion. Die Endprodukte werden ständig oder periodisch während der Reaktion
entnommen.
Ein diskontinuierlicher
Ablauf erfolgt, wenn dem Apparat zunächst die Ausgangsstoffe
zugeführt werden, danach die chemische Reaktion im Apparat abläuft
und schließlich die Reaktionsprodukte entnommen werden. Bei der
diskontinuierlichen Arbeitsweise herrscht ein bestimmter Arbeitsrhythmus
vor.
Beispiele:
Da die chemischen Reaktionen im Hochofen ständig ablaufen, arbeitet
er kontinuierlich - bis zu 20 Jahre. Schlacke und Roheisen werden nur
entnommen, wenn sich im Gestell genügend große Mengen angesammelt
haben, der Schlacken- und Roheisenabstich erfolgt also periodisch.
Im gefüllten Konverter bzw. Elektroofen ist die chemische Reaktion
nach einer bestimmten Zeit beendet, die Apparate werden entleert und neu
gefüllt, beide arbeiten diskontinuierlich.
Arbeitsweise technischer Apparate
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Apparat
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Arbeitsweise
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Bezeichnung
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Hochofen
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ständiger Ablauf chemischer Reaktionen
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kontinuierlich
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Konverter
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Reaktion läuft begrenzte Zeit; Konverter
wird entleert und neu gefüllt
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diskontinuierlich
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Elektroofen
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Reaktion läuft begrenzte Zeit; Elektroofen
wird entleert und neu gefüllt
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diskontinuierlich
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Chemisch-technische Verfahren
Der stoffliche Gegenstrom ist
ein chemisch-technisches Arbeitsverfahren, bei dem Stoffe einander entgegenströmen.
Dadurch wird eine gründliche Durchmischung der Stoffe erreicht, was
einen günstigen Verlauf der chemischen Reaktionen zur Folge hat.
Beispiel: Stofffluss und
Wärmeaustausch im Hochofen.
Der thermische Gegenstrom ist ein
chemisch-technisches Arbeitsverfahren, bei dem Stoffe mit unterschiedlicher
Wärmeenergie einander entgegenströmen.
Eine gründliche Durchmischung der Stoffe führt zu einem intensiven
Wärmeaustausch. Ein günstiger Verlauf der chemischen Reaktion
wird erreicht. Dieses Arbeitsverfahren wird im Hochofen angewendet. Beispiel:
thermischer Gegenstrom im Hochofen.
Beim Gleichstrom erfolgt
der Stofffluss in gleicher Richtung.
Beispiel: Ethanolsynthese aus Ethen und Wasser
Die Kopplung exothermer mit endothermen
Prozessen
Die Prozesse im Hochofen verlangen hohe Temperaturen.
Ein Hochofen ist bis 30 m hoch, sein größter Durchmesser liegt
bei 10-15 m. Die Ausmauerung im unteren Teil hat eine Dicke von fast
1 m. Ein Apparat von diesen Ausmaßen kann nicht von außen
erwärmt werden.
Die erforderlichen Temperaturen müssen im Apparat selbst durch exotherme
chemische Reaktionen erzeugt werden, wodurch die endothermen chemischen
Reaktionen und Wärme verbrauchenden physikalischen Prozesse (Schmelzen
des Eisens und der Schlacke) ermöglicht werden.
Bei Gleichgewichtsreaktionen, z. B. der Ammoniak-Synthese, erfolgt ein nur unvollständiger Umsatz
der reagierenden Stoffe zu Reaktionsprodukten. Nach dem Einstellen des
Gleichgewichtes liegen Ausgangsstoffe und Reaktionsprodukte vor und müssen
getrennt werden.
Dabei arbeitet man nach dem Kreislaufprinzip,
bei dem nicht umgesetzte Ausgangsstoffe aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt
und dem Prozess wieder zugeführt werden.