Beobachten ist eine Erkenntnistätigkeit.
Beim Beobachten werden Eigenschaften, Abläufe oder Beziehungen mit
Sinnesorgane oder Hilfsmitteln wahrgenommen.
Die Hilfsmittel für die Beobachtung
können technische Geräte, z. B. Mikroskope oder Lupen, Reaktionsapparaturen
oder Modellexperimente sein.
Das Beobachten ist oft mit dem Beschreiben
und Protokollieren des Beobachteten verbunden.
Beobachten
Beim Beobachten geht man systematisch vor. Vor dem Beginn der Beobachtung
muss ein Beobachtungsziel oder eine Fragestellung formuliert werden.
Nach der Durchführung der Beobachtung werden Aussagen zur Auswertung formuliert,
die sich auf das Beobachtungsziel (die Fragestellung) beziehen.
Beispiel
Beobachte die Reaktion von Chlorwasserstoffsäure
(Salzsäure) mit Magnesium! (Führe das Experiment nur nach genauer
Anleitung durch den Lehrer durch!)
1. Beobachtungsziel: Verändern sich die Eigenschaften der Ausgangsstoffe während der Reaktion? Zeigen sich besondere Erscheinungen, z. B. Farben, Gerüche, Geräusche oder Ähnliches?
2. Durchführung: Etwas verdünnte Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure) wird in ein Reagenzglas gegeben. Ein Span Magnesium wird vorsichtig hinzugefügt.
3. Beobachtung: Magnesium ist ein fester Stoff und besitzt einen silbrigen Glanz. Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure) ist eine farblose, stechend riechende Flüssigkeit. Die Flüssigkeit schäumt auf. Der Magnesiumspan wird kleiner und verschwindet allmählich. Das Gefäß erwärmt sich. Ein Gas entsteht. Das entstehende Gas ist brennbar (Vorsicht! Knallgas).
4. Auswertung: Die Eigenschaften von Magnesium und Chlorwasserstoffsäure verändern sich während der Reaktion. Der metallische Glanz verschwindet. Der feste Stoff löst sich auf. Neue Stoffe mit neuen Eigenschaften entstehen. Eine chemische Reaktion hat stattgefunden.
Protokollieren
Protokolle werden meist nach einem vorgegebenen Schema angelegt. Damit
sind die Arbeitsschritte, die Beobachtungen und die Auswertung nachvollziehbar
und wiederholbar.
Protokollschema