

In wässriger Lösung dissoziiert Chlorwasserstoff in Wasserstoff-Ionen
(Hydronium-Ionen) und Chlorid-Ionen.
Die wässrige Lösung wird Chlorwasserstoffsäure
oder Salzsäure genannt.
Chloride sind die Salze der Chlorwasserstoffsäure
(Salzsäure). Sie bestehen aus positiv geladenen Metall- oder Ammonium-Ionen
und negativ geladenen Chlorid-Ionen.
Chloride können durch eine Redoxreaktion der Chlorwasserstoffsäure mit
unedlen Metallen entstehen.
Reaktion von Chlorwasserstoffsäure mit
Magnesium
Chloride bilden sich auch durch Reaktion von Chlorwasserstoffsäure mit Metalloxiden oder durch Neutralisationsreaktion mit Metallhydroxiden.

Eigenschaften der Chloride
Chloride sind meist in Wasser sehr gut löslich, dabei entstehen starke
Elektrolyte. Sie dissoziieren
in Metall-Ionen (oder Ammonium- Ionen) und Chlorid-Ionen.
Dissoziation von Magnesiumchlorid
Wichtige Chloride sind Natriumchlorid
und Kaliumchlorid.
Für die Herstellung von Chloriden gibt es zahlreiche Methoden. Wichtige
Herstellungsverfahren von anorganischen Chloriden sind die folgenden Reaktionen
zwischen:
Nachweis des Chlorid-Ions
Der Nachweis von Chlorid-Ionen kann durch eine Fällungsreaktion
erfolgen.
Durch Zugabe von Silbernitratlösung zu einer chloridhaltigen Lösung
können die Chlorid-Ionen nachgewiesen werden. Silber-Ionen reagieren
mit Chlorid-Ionen, es entsteht das fast unlösliche, weiße Silberchlorid,
das aus der Lösung ausfällt.
Auch Bromid-Ionen und Iodid-Ionen können mit Silbernitratlösung nachgewiesen werden. Nur ist der Niederschlag blassgelb bzw. sattgelb.
Vorkommen und Verwendung
Chloride kommen auch in der Natur in großen Lagerstätten
vor, z.B. Natriumchlorid als Steinsalz oder Kaliumchlorid als Sylvin.
Der größte Anteil der Chloride kommt gelöst im Meerwasser
und in großen unterirdischen Salzlagern vor, die durch das Verdunsten
des Wassers urzeitlicher Weltmeere entstanden sind. Diese Vorkommen sind
die Basis für die Gewinnung oder die bergmännische Förderung
von verschiedenen Chloriden.
Durch Abtrennen von Meerwasser im größeren Becken an der Küste
gewinnt man besonders in Ländern mit starker Sonneneinstrahlung die
Salze durch Verdunstung des Wassers. Die weitaus größte Menge
von Salzen wird bergmännisch gefördert.
Natriumchlorid aus solchen
Förderstätten wird als Steinsalz bezeichnet. Es ist in feinkristallinem
Zustand unser Kochsalz. Nur ein geringer Teil des gewonnenen Steinsalzes
ist Würzmittel für unsere Speisen, ein großer Teil wird
als Konservierungmittel für Fisch- und Fleischwaren verwendet.
In der chemischen Industrie wird Natriumchlorid als Ausgangsstoff für
viele Chemikalien und Produkte, z.B. Salzsäure, Natronlauge, Chlor,
Soda, Enthärter, Abbeize, PVC u.a., eingesetzt.
Kaliumchlorid dient hauptsächlich
als Ausgangsstoff für mineralische Düngemittel, die Kalium-Ionen
enthalten. Kalium ist ein Hauptnährstoff für die Pflanzen. Ebenso
wie Natriumchlorid wird Kaliumchlorid als chemischer Rohstoff genutzt.
Magnesiumchlorid wird
für die Herstellung des Leichtmetalls Magnesium benötigt. Es
wird in geringer Menge im Labor eingesetzt, den größten Teil
benötigt man jedoch als Legierungsbestandteil für Konstruktionsmetalle.
Zinkchlorid wird in Form einer Lösung
als Elektrolyt für Zink-Kohle-Batterien genutzt.