

Mit den wärmeempfindlichen
bzw. kälteempfindlichen Punkten in unserer Haut können wir fühlen,
ob Luft oder Wasser heiß, warm oder kalt sind. In den Naturwissenschaften
wird die Eigenschaft von Körpern, unterschiedlich heiß oder kalt
zu sein, durch die physikalische Größe Temperatur
beschrieben.
Die Temperatur von Körpern gibt an, wie
heiß oder wie kalt ein Körper ist.
| Formelzeichen: |
(griechischer Buchstabe, sprich: theta) |
| Einheiten: | ein Grad Celsius (1 °C) ein Kelvin (1 K) |
|
20 °C - 16 °C
293 °K - 289 °K |
= 4 K oder = 4 K |
Für die Umrechnung von Kelvin
in Grad Celsius gilt:

Für die Umrechnung von Grad Celsius in Kelvin gilt:

Weitere Einheiten der Temperatur sind ein Grad Fahrenheit (1 °F, im englischen Sprachraum z. T. noch gebräuchlich) und ein Grad Réaumur (1 °R), benannt nach dem deutschen Physiker GABRIEL DANIEL FAHRENHEIT (1686-1736) bzw. nach dem französischen Naturforscher RENE-ANTOINE FERCHAULT DE REAUMUR (1683-1757). Nähere Erläuterungen zu den verschiedenen Temperaturskalen sind in den Biografien der betreffenden Naturwissenschaftler bzw. beim Thema "Thermometer" gegeben.
Ein Überblick über Temperaturen
in Natur und Technik ist in
Bild 2 gegeben. Aus dieser Übersicht ist auch erkennbar: Es gibt
eine tiefstmögliche Temperatur, die bei etwa -273 °C = 0 K liegt.
Tiefere Temperaturen sind physikalisch nicht möglich. Nach oben gibt
es keine solche Grenze.
Messen der Temperatur
Messgeräte für die Temperatur sind Thermometer.
Bild 3 zeigt einige Beispiele von Flüssigkeitsthermometern.
Thermometer arbeiten nach verschiedenen Prinzipien. Sie unterscheiden
sich darüber hinaus sowohl im Messbereich
als auch in der Messgenauigkeit. Genauere
Erläuterungen zu den verschiedenen Arten von Thermometern sind im
Artikel "Thermometer" gegeben.
Unabhängig von der Art des verwendeten Thermometers muss man beim
Messen der Temperatur einige Regeln
beachten:
Temperatur und Teilchenbewegung
Alle Stoffe bestehen aus Teilchen, die sich mehr oder weniger heftig bewegen
können. Wie heftig sich die Teilchen eines Stoffes bewegen, hängt
von der Art des Stoffes, vom Aggregatzustand und vor allem von der Temperatur
ab. Für feste, flüssige und gasförmige Körper gilt:
Je höher die Temperatur eines Körpers
ist, desto heftiger bewegen sich die Teilchen des Stoffes, aus dem der
Körper besteht.
Bei Verringerung der Temperatur bewegen sich die Teilchen weniger heftig
und bei sehr tiefen Temperaturen kaum noch. Die tiefstmögliche Temperatur
ist diejenige, bei der sich die Teilchen nicht mehr bewegen. Diese Temperatur
wird als absoluter Nullpunkt bezeichnet. Er beträgt 0 K oder -273,15
°C. Dieser absolute Nullpunkt ist
zugleich Ausgangspunkt für die Kelvin-Skala, die von dem englischen
Naturforscher LORD KELVIN (1834-1907) entwickelt wurde. Den absoluten
Nullpunkt fand KELVIN durch theoretische Überlegungen zum Zusammenhang
zwischen Temperatur und Teilchenbewegung.
Experimentell ist es inzwischen gelungen, Temperaturen nahe dem absoluten
Nullpunkt im Labor zu erzeugen (siehe Bild 2).
Temperatur und kinetische Energie
der Teilchen
Da die Bewegung der Teilchen temperaturabhängig ist und sie sich
umso schneller bewegen, je höher die Temperatur ist, besteht auch
ein Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Körpers und der kinetischen
Energie der Teilchen, aus denen er aufgebaut ist:
Die Temperatur eines Körpers ist ein
Maß für die mittlere kinetische Energie seiner Teilchen.