Elektrischer Leitungsvorgang
Wenn in einem Raumbereich
ein elektrischer Strom fließt, dann spricht man von einem
elektrischen
Leitungsvorgang. Ein elektrischer Leitungsvorgang ist die gerichtete
Bewegung von Ladungsträgern.
Voraussetzungen
für einen elektrischen Leitungsvorgang sind
Der
Verlauf
eines elektrischen Leitungsvorganges ist dadurch gekennzeichnet, dass
- sich Ladungsträger gerichtet bewegen,
- in Stoffen die gerichtete Bewegung der Ladungsträger durch Wechselwirkungen
mit den anderen Teilchen der Stoffe behindert wird, also ein elektrischer
Widerstand vorhanden ist,
- elektrische Energie in andere Energieformen umgewandelt wird.
Dieses System von Aussagen zu Voraussetzungen und Verlauf von elektrischen
Leitungsvorgängen wird als
allgemeines
Modell für elektrische Leitungsvorgänge oder als
allgemeines
Leitungsmodell bezeichnet. Es ist auf beliebige Stoffe und des Vakuum
anwendbar.
Wie stark der elektrische Leitungsvorgang und damit die elektrische Stromstärke
in einem bestimmten Raumbereich sind, hängt ab von
- der Art und der Anzahl der zur Verfügung stehenden frei beweglichen
(wanderungsfähigen) Ladungsträger,
- der Stärke des elektrischen Feldes (der Spannung),
- der Stärke der Behinderung des Stromflusses durch andere Teilchen.
Für einzelne Stoffgruppen (Metalle, Flüssigkeiten, Gase, Halbleiter)
sowie für das Vakuum können diese Aussagen weiter präzisiert
werden.