Chemie
Leitung in Flüssigkeiten

Entsprechend dem allgemeinen Leitungsmodell müssen für einen elektrischen Leitungsvorgang zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Vorhandensein frei beweglicher (wanderungsfähiger) Ladungsträger: Bringt man in destilliertes Wasser Salze, Basen oder Säuren, so bilden sich durch Dissoziation positiv und negativ geladene Ionen, die sich in der Flüssigkeit frei bewegen können.
  2. Existenz eines elektrischen Felds: Das wird durch Anlegen einer elektrischen Spannung erreicht.
Der Verlauf des elektrischen Leitungsvorganges in Flüssigkeiten ist dadurch gekennzeichnet, dass

Auftreten und Anwendung von Leitungsvorgängen in Flüssigkeiten
Leitungsvorgänge in Flüssigkeiten können überall dort auftreten, wo sich Ionen in einer Flüssigkeit befinden. Das ist z. B. auch bei Mineralwasser oder Leitungswasser der Fall. Deshalb:

Vorsicht im Umgang mit Flüssigkeiten und Elektrizität!

Im Vergleich zu metallischen Leitern ist die Leitfähigkeit von wässrigen Elektrolytlösungen viel geringer.

Elektrische Leitfähigkeit bei 25 °C
Silber 61 * 104 Ω -1cm-1
Eisen 10 * 104 Ω -1cm-1
Salzsäure 1 mol/l 0,3 Ω -1cm-1
Kaliumchlorid 1 mol/l 0,1 Ω -1cm-1


Leitungsvorgänge in Flüssigkeiten werden z. B. bei der Elektrolyse, beim Galvanisieren oder beim Lackieren von Autoteilen (Elektrotauchlackierung) genutzt.

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