
Aufgabe:
Weise Nitrat-Ionen nach und informiere dich über die ablaufenden
Reaktionen. (Die Ringprobe darf nur durch den Lehrer durchgeführt
werden!)
Vorbetrachtungen:
Nitrat-Ionen können durch
verschiedene Farbreaktionen oder mit speziellen Teststreifen nachgewiesen
werden. Bei der Ringprobe wird konzentrierte Schwefelsäure benutzt
(VORSICHT! Stark ätzend!)
Vorbereitung:
Geräte:
Reagenzglas, Reagenzglasständer, Pipette, Schutzbrille
Chemikalien:
frisch bereitete gesättigte Eisen(II)-sulfat-Lösung, verdünnte
Schwefelsäure
,
konzentrierte Schwefelsäure, Probesubstanz
Durchführung mit Beobachtung:
5 Tropfen der zu untersuchenden Lösung werden in das Reagenzglas
gegeben.
Es werden 5 Tropfen frisch bereiteter Eisen(II)-sulfat-Lösung hinzugefügt.
Mit 2 Tropfen verdünnter Schwefelsäure wird das Stoffgemisch
angesäuert. (Vorsicht!)
Mit konzentrierter, öliger Schwefelsäure (ca. 4 Tropfen) wird
das Stoffgemisch unterschichtet (Vorsicht! konzentrierte Schwefelsäure
ist stark ätzend!), indem man die Schwefelsäure im schräg
gehaltenen Reagenzglas an der Wand hinablaufen lässt.
Aufgrund ihrer höheren Dichte setzt sich die Schwefelsäure unter
der bereits vorhandenen Lösung ab und bildet eine Grenzschicht.
Beobachtung:
Es entsteht ein Ring mit einer violetten bis braunen Färbung an der
Grenzschicht. Der Ring entsteht nur, wenn Nitrat-Ionen enthalten sind.
Auswertung:
Zum Nachweis von Nitrat-Ionen
wird die Bildung eines farbigen Komplexes (Pentaaquanitrosyleisen(II)-sulfat)
genutzt.
Die braune Färbung wird durch die Bildung von Stickstoffmonooxid (NO) hervorgerufen, das im Komplex an Fe(II)-Ionen gebunden ist. Das NO entsteht durch Reduktion von Nitrat durch Fe(II) in schwefelsaurer Lösung nach folgender Reaktion.

Da sich die farbige Komplexverbindung an der Grenzschicht sich als brauner
Ring zeigt, wird der Nachweis auch als "Ringprobe" bezeichnet.
Fehlerbetrachtung:
Dieses Experiment ist schwierig und funktioniert nicht immer.
Zum einen sollte vorher das Unterschichten geübt werden, da dieser
Vorgang für das Experiment sehr wichtig ist.
Der erste Grund, weshalb dieses Experiment nicht funktioniert, liegt an
der Eisen(II)-sulfat-Lösung.
Diese muss immer vor dem Experiment frisch zubereitet werden, da sich
die Eisen(II)-Ionen der Lösung schnell in Eisen(III)-Ionen umwandeln.
Dieses Experiment ist auch ungünstig, wenn die Probelösung farbig
ist.
Des Weiteren darf nicht stark geschüttelt werden, weil der hauchdünne
Ring aus dem gebildeten Komplex zerstört wird.
Indirekter Nachweis von Nitrat
Eine andere Möglichkeit des Nitrat-Nachweises besteht darin, dass man Nitrat mit Zink und Salzsäure zu Nitrit NO2- reduziert. Nitrit kann dann mit "Lunges Reagenz" nachgewiesen werden.