

Die für chemisch-technische Prozesse als Ausgangsstoffe benötigten
Rohstoffe müssen meist erst aufbereitet werden.
Die notwendigen Rohstoffe liegen fast nie in reiner Form vor. Oft müssen
störende Begleitstoffe entfernt werden.
Je nach Herkunft und Zusammensetzung werden mehrere Gruppen von Rohstoffen
unterschieden. Man unterscheidet mineralische, fossile, nachwachsende
und Sekundärrohstoffe. Zusätzlich werden noch oft Hilfsstoffe
eingesetzt.
Fossile Rohstoffe oder
fossile Kohlenstoffträger
entstanden während der Erdgeschichte aus lebenden Organismen, die
nach ihrem Absterben im Verlauf der Jahrmillionen zu Kohle, Erdgas oder
Erdöl umgewandelt wurden.
Mineralische Rohstoffe
sind natürliche Bestandteile der Erdkruste, die als Erze, Gestein
oder als Salze auftreten können.
Nachwachsende Rohstoffe werden hauptsächlich aus Pflanzen gewonnen. Zu den nachwachsenden Rohstoffen gehören Fette, Öle, Holz, Baumwolle, Stärke, Zucker oder Latex.

Sekundärrohstoffe
sind Nebenprodukte und Abfälle von Produktionsverfahren oder Produkte,
die ihren ursprünglichen Gebrauchswert verloren haben, aber noch
als Rohstoffe eingesetzt werden können.
Altmaterial wird meist wiederaufbereitet. Zur Gruppe des Altmaterials gehören sowohl Altpapier, Glasbruch, Reste aus der metallverarbeitenden Industrie, Plastabfälle als auch verunreinigte Schwefelsäure. Die dazu nötigen Vorgänge bezeichnet man als Recycling.
Zusätzlich werden noch oft Hilfsstoffe eingesetzt.
Als Hilfsstoffe bezeichnet man chemische Zusätze, die für die Durchführung der Reaktionen nötig sind, aber nicht ins Endprodukt eingehen. Hilfsstoffe sind Katalysatoren, Lösungsmittel, Extraktionsmittel, Adsorptionsmittel oder Emulgatoren, die nach der Reaktion abgetrennt, regeneriert und in den Prozess zurückgeführt werden.