Chemie
Spektroskopische Analysemethoden - UV-VIS-Spektroskopie
Aufbau eines UV-VIS-SpektrometersDurch Aufnahme einer Eichkurve ermittelt man grafische die zu jeder Konzentration gehörende Absorption.

UV-VIS-Spektroskopie
Ein kleiner Ausschnitt der elektromagnetische Strahlung ist das sichtbare Licht und der ultraviolette Bereich . Strahlung dieser Wellenlänge kann durch viele organische Moleküle absorbiert werden, u. a. durch alle farbigen Verbindungen. Im UV/VIS-Bereich werden nur die Bindungselektronen von Molekülen zu Übergängen angeregt, da sie am weitesten vom Atomkern entfernt sind. Dadurch wird Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbiert und im Spektrum ein Absorptionsmaximum bzw. eine Absorptionsbande erhalten. Den für die Absorption verantwortlichen Teil eines Moleküls nennt man Chromophor . Je mehr Chromophore ein Molekül enthält, desto langwelliger wird das Absorptionsmaximum der Verbindung. Wird das chromophore System eines Moleküls durch äußere Einflusse verändert, so verschieben sich die Absorptionsbanden. Einflüsse haben z. B. der pH-Wert und das verwendete Lösungsmittel. Man spricht dann von bathochromer (längerwellig, Richtung rot) bzw. hypsochromer Verschiebung (kurzwelliger, Richtung blau).

Die UV-VIS-Spektroskopie ist eine elektronenspektroskopische Methode, bei der die Absorption von sichtbarem und UV-Licht hauptsächlich durch organische Moleküle gemessen wird. Sie wird in der Regel zur quantitativen Analyse eingesetzt.

Es werden zwei unterschiedliche Gerätetypen benutzt:

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Mit einem Spektrometer wird Licht über einen Wellenlängenbereich von 250 - 850 nm eingestrahlt und Absorptionsspektren aufgenommen. Man unterscheidet Ein- und Zweistrahlgeräte. Bei letzteren wird gleichzeitig ein Strahl durch die Probe und ein zweiter durch ein Gefäß, das nur das Lösungsmittel enthält, gestrahlt. Der so erhaltene Blindwert wird vom Messwert abgezogen, sodass auch Elektronenübergänge geringer Intensität nachgewiesen werden können.
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Mit einem Fotometer vermisst man häufig nur ganz bestimmte Wellenlängen, bei denen man eine Absorption vermutet. Da keine Spektren aufgenommen werden können, wird dieses Gerät hauptsächlich zur quantitativen Analyse eingesetzt. Prinzipiell sind auch hier Messungen im gesamten UV-VIS Bereich möglich (Bild 1).

Da die Spektren im UV-Bereich in der Regel nur wenige Banden aufweisen und eine Spektroskopie im sichtbaren Bereich nur bei farbigen Substanzen möglich ist, wird die UV-VIS-Spektroskopie nur selten für qualitative Nachweise genutzt. Sehr genau und zuverlässig sind aber quantitative Bestimmungen durch Fotometrie insbesondere von farbigen Substanzen durchführbar.
Durchdringt ein Lichtstrahl eine homogene Probelösung so verliert er infolge Absorption A an Intensität. Die Intensitätsabnahme ist nach dem LAMBERT-BEER-Gesetz proportional zur Konzentration der Lösung und der Schichtdicke der Probe, die das Licht durchdringen muss.

Das LAMBERT-BEER-GESETZ gilt bei Verwendung monochromatischem Lichts und für klare verdünnte Lösungen (E = 0,2 bis 0,8). Durch Aufnahme einer Kalibriergeraden ermittelt man grafisch die zu jeder Konzentration gehörende Extinktion. Der Anstieg der Geraden entspricht dem Extinktionskoeffizienten e und ist bei einer bestimmten Temperatur, Lösungsmittel und Wellenlänge des eingestrahlten Lichts eine stoffspezifische Konstante.

Die Fotometrie kann zur Analyse aller farbigen, löslichen Substanzen, z. B. Farbstoffe, anorganische und organische Komplexverbindungen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer hohen Genauigkeit und Reproduzierbarkeit nutzt man sie vielfach in der Lebensmittel-, Arzneistoff- und Umweltanalytik z. B. zur quantitativen Bestimmung von Riboflavin (Vitamin B2) in Multivitamingetränken.
Mithilfe eines UV-Fotometers kann man auch farblose Molekülverbindungen, die Absorptionen zwischen 200 und 400 nm aufweisen, quantitativ bestimmen. So wird z. B. der Benzoesäuregehalt (Konservierungsstoff E210) in einem Fischsalat mit dieser Methode analysiert.

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