



Trinkwasser - ein kostbares Gut
Wasser ist kostbar. Täglich benötigt jeder Mensch zwei bis drei
Liter. In einigen Regionen auf der Erde stellt der Mangel an Trinkwasser
ein schwer wiegendes Problem dar. Jedoch auch bei uns ist die Bereitstellung
von Trinkwasser mit einigem Aufwand verbunden, denn unser Wasser ist ein
sorgfältig überwachtes Lebensmittel von hoher Qualität.
Trinkwasser wird bei uns hauptsächlich aus Grundwasser, z. T. auch
aus Oberflächenwasser gewonnen. Bei der Aufbereitung von Grundwasser
werden mögliche Verunreinigungen im Wasserwerk entfernt, indem das
Wasser durch Kiesfilter und gegebenenfalls noch durch Aktivkohlefilter
gereinigte werden. Die Abtrennung der Verunreinigungen erfolgt also einerseits
aufgrund der Teilchengröße (Filtrieren) und andererseits bei
der Adsorption durch Anlagerung an der Oberfläche der Aktivkohle.
Die Säuberung des Oberflächenwassers
ist aufwändiger, da enthaltene Mikroorganismen abgetötet und
mögliche Schadstoffe entfernt werden müssen.
In einigen Ländern wird aus Meerwasser Trinkwasser gewonnen, weil
die Süßwasservorräte für die Versorgung nicht ausreichen.
Prinzipiell kommen dazu die Verfahren Eindunsten, Eindampfen und Destillieren
in Frage.
Beim Eindunsten wird in einem mit Glas
überdachten flachen Wasserbecken Meerwasser unter Einwirkung von
Sonnenenergie verdunstet. Am Glasdach kondensiert das verdunstete Wasser
wieder und läuft in Rinnen ab. Pro Tag können auf diese Weise
5 l Wasser auf 1Quadratmeter Grundfläche des Wasserbeckens gewonnen
werden.
Wesentlich mehr Trinkwasser kann durch das Eindampfen
von Meerwasser gewonnen werden. Das Verfahren ist natürlich energieaufwändiger,
da Wärme zugeführt werden muss. Daher wird es hauptsächlich
in Ländern eingesetzt, die über Erdöllagerstätten
verfügen. Durch die Verbrennung des Erdöls wird die Energie
geliefert, um das Wasser zu erhitzen. Großen Anlagen bestehen aus
mehreren Kesseln. Der im ersten Kessel entstehende Dampf wird in den zweiten
Kessel geleitet. Dabei kondensiert der Dampf und gleichzeitig wird das
Meerwasser im zweiten Kessel vorgewärmt. Außerdem arbeitet
man mit Unterdruck, sodass das Wasser schon bei 60° bis 70°C siedet.
Bei einem neueren Verfahren erfolgt eine Filtration
des Salzwassers durch eine besonders feinporige Kunststoffmembran. Dadurch
wird das Salz zurückgehalten.
Stofftrennung in Autowaschanlagen
Autos verschmutzen beim Gebrauch. Sie werden von Staub bedeckt, standen
sie unter Bäumen, können sie durch Pflanzensäfte, Harz
und Blütenstaub verunreinigt sein. Viele Autofahrer achten daher
auf eine regelmäßige Autowäsche. Das Reinigen von Autos
ist auf öffentlichen Flächen jedoch nicht oder nur mit Wasser
ohne Zusatz von Reinigungsmitteln erlaubt. Das ist notwendig, denn bei
jeder Autowäsche fällt nicht nur Sand und Staub an, es können
Öl- und Treibstoffreste in den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
Daher empfiehlt sich grundsätzlich die Autowäsche in einer Autowaschanlage.
Waschanlagen verfügen über Öl- und Benzinabscheider,
sodass die wassergefährdenden Stoffe nicht unkontrolliert in die
Kanalisation gelangen.
Der Reinigungsvorgang bei Benzinabscheidern beruht darauf, dass sich die
in Abwässern enthaltenen Benzin- oder Ölbestandteile aufgrund
des Dichteunterschiedes zu Wasser an der Oberfläche des Wassers sammeln
und in spezielle Auffangbehälter gelangen (Benzine und Öle sind
leichter als Wasser).