

Trennverfahren wurden
entwickelt, um Stoffgemische
in ihre Einzelbestandteile zerlegen zu können, damit man diese dann
untersuchen beziehungsweise weiter verarbeiten kann.
Man nutzt dabei hauptsächlich die unterschiedlichen physikalischen
Eigenschaften der einzelnen Bestandteile.
Beispiele für Trennprozesse sind Sieben, Dekantieren (Trennen durch
Abgießen), Zentrifugieren, Filtrieren, Abdampfen, Destillation,
Kristallisation (Ausfällen von Kristallen aus einer Lösung),
Chromatografie, Extraktion (Herauslösen eines Stoffes durch ein geeignetes
Lösungsmittel), sowie viele weitere Verfahren.
Trennungsgänge
Trennungsgänge sind chemische Verfahren zur Auftrennung von Stoffgemischen
und dienen in der Regel zur Vereinfachung der chemischen Analyse von Stoffgemischen.
Nach der Trennung können die einzelnen Bestandteile des Gemischs
einfacher nachgewiesen werden, da sich verschiedene Ionen bei den Nachweisreaktionen
stören.
Trennt man die störenden Ionen
ab, so können diese die Nachweisreaktionen anderer Ionen nicht mehr
behindern.
Die einzelnen Gruppen enthalten Ionen, die mit geeigneten Reagenzien (Stoffe
die bestimmte Reaktionen erzeugen) ähnlich reagieren und sich deswegen
gemeinsam abtrennen lassen.
Anschließend trennt man die einzelnen Gruppen weiter auf, um das
Vorhandensein der Ionen bestimmter Elemente zu überprüfen.
Man unterscheidet Kationen- und Anionentrennungsgänge, aber auch in der organischen Chemie werden Trennungsgänge zur Isolierung von Molekülverbindungen genutzt.
Vorproben als Hilfsmittel
Man kann mithilfe von charakteristischen Vorproben
schon vor Beginn eines Trennungsgangs Hinweise auf die Bestandteile eines
Stoffgemisches bekommen.
Es kann auch sein, dass man durch die Ergebnisse der Vorproben den Trennungsgang
vereinfachen kann.
Das ist beispielsweise dann möglich, wenn die Vorprobe auf eine bestimmte
Ionengruppe negativ war. Dann braucht man diese Gruppe im Trennungsgang
auch nicht abzutrennen.
Vorproben sind zum Beispiel die Flammenfärbung
oder die Spektroskopie.