
Die beim Verbrennen von Stoffen frei werdende Wärme wird als Verbrennungswärme
bezeichnet.
Die Verbrennungswärme gibt an, wie viel
Wärme abgegeben wird, wenn eine
bestimmte Menge Brennstoff (Holz, Kohle, Benzin, ...) vollständig
verbrannt wird.
| Formelzeichen: | Q |
| Einheit: | ein Joule ( 1 J) |
Bei festen Brennstoffen, z. B. Kohle, gibt man die Masse in der Regel in Kilogramm an. Bei flüssigen Brennstoffen, z. B. Benzin, ist Liter die gebräuchliche Einheit. Die Menge eines Gases wird meist in Kubikmeter angegeben, wobei man diesen Wert auf den Normzustand (Druck von 1013 mbar, Temperatur von 0 °C) bezieht.
Um Stoffe in verschiedenen Aggregatzuständen miteinander vergleichen zu können, bezieht man die Verbrennungswärme in der Chemie auf die Stoffmenge. Auf diese Weise erhält man die molare Verbrennungswärme, die frei wird wenn ein Mol eines Stoffes vollständig verbrannt wird.

Die molare Verbrennungswärme oder den Heizwert von festen Brennstoffen kann man experimentell am besten in einem Kalorimeter bestimmen.
Der Heizwert von Brennstoffen
Der Heizwert von Brennstoffen ist sehr unterschiedlich. Er gibt an, wie
viel Wärme frei wird, wenn ein Kilogramm oder 1 Liter oder 1 Kubikmeter
eines Stoffes vollständig verbrannt werden.
Der Heizwert hängt nicht nur von dem jeweiligen Stoff ab, sondern
auch von dessen Zusammensetzung. Das Holz einer Eiche hat einen anderen
Heizwert als das Holz einer Buche. Trockenes Holz gibt beim Verbrennen
mehr Wärme ab als feuchtes Holz. Der Heizwert von Heizöl hängt
von dessen Qualität ab. Deshalb ist es üblich, für eine
Reihe von Brennstoffen keinen bestimmten Heizwert, sondern ein Intervall
anzugeben. In Bild 2 sind die Heizwerte einiger Stoffe zusammengestellt.
Verbrennungswärme aus energetischer
und ökologischer Sicht
In den Brennstoffen ist chemische
Energie gespeichert. Beim Verbrennen erfolgt eine Umwandlung in
thermische Energie, die
in Form von Wärme an die Umgebung abgegeben wird.
Ziel bei technischen Anordnungen ist es, einen möglichst großen
Teil dieser Wärme zu nutzen, z.B. zum Beheizen einer Wohnung, zum
Kochen oder zum Erwärmen von Wasser und der Erzeugung von Wasserdampf
in Kraftwerken. Ein erheblicher Teil der frei werdenden Wärme wird
aber nutzlos an die Umgebung abgegeben, bei PKW-Motoren etwa 70 %. Darüber
hinaus wird beim Verbrennen von Stoffen das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid
freigesetzt.
Ziel muss es sein, die Umweltbelastung
beim Verbrennen von Stoffen so klein wie möglich zu halten. Darüber
hinaus gehören fast alle Brennstoffe zu den nicht erneuerbaren Energieträgern.
Deshalb ist es unbedingt notwendig, rationell und verantwortungsbewusst
mit Brennstoffen umzugehen.