Was ist
eine Beschreibung und wozu dient sie?
Eine Beschreibung
ist eine vorwiegend informierende, sachbetonte und wirklichkeitsentsprechende
Darstellungsform.
Die Beschreibung dient dazu, einen konkreten bzw. abstrakten Gegenstand,
Zustand, Zusammenhang, Sachverhalt, eine Person oder einen wiederholten
bzw. wiederholbaren Vorgang mit sprachlichen Mitteln so darzustellen,
dass der Adressat eine genaue Vorstellung davon gewinnt. Dabei werden
die Merkmale in ihrer äußeren Beschaffenheit
und ihrer zeitlichen, räumlichen und funktionalen Anordnung logisch und systematisch
erfasst. Vorgänge werden dabei immer dynamisch dargestellt, Gegenstände
und Zustände dagegen vor allem ruhend/statisch.
Beim Beschreiben wird das Erfassen des Typischen und Allgemeingültigen
angestrebt, das Besondere und Zufällige weggelassen. Das Beschreiben
von Vorgängen kann dem Bericht sehr nahe kommen, im Unterschied dazu
geht es jedoch beim Beschreiben von Vorgängen um Wiederholbares,
die zu verwendende Tempusform ist das Präsens.
Was ist beim Beschreiben
zu beachten?
Die Beschreibung ist in genauer, eindeutiger und übersichtlicher
sprachlicher Form abzufassen. Die Verwendung von Fremdwörtern ist
dem Adressatenkreis anzupassen.
Beschreibungsarten
Es gibt verschiedene Arten von Beschreibungen, die sich in Inhalt und
Umfang unterscheiden, bedingt durch deren Ziel, Aufgabe und Bedingung.
- Die Gegenstandsbeschreibung
informiert den Adressaten über Merkmale und Eigenschaften von Gegenständen,
Zuständen und Lebewesen.
- Die Vorgangsbeschreibung
bezieht sich auf wiederholbare Vorgänge oder Teilvorgänge.
Sie soll den Adressaten über die wesentlichen Merkmale des Vorgangs
(Tätigkeiten, Bewegungen, Veränderungen) und seiner Teil-
bzw. Einzelvorgänge informieren.
- Die Bildbeschreibung
vermittelt einen Gesamteindruck von einem Bild. Als Resultat einer intensiven
Auseinandersetzung mit dem Bild, seinem Aufbau, den verwendeten Farben
und mit der Bildaussage wird es dem Adressaten möglich, sich das
Bild vorzustellen und in seiner Aussage zu erfassen. Voraussetzung dafür
sind die Zuordnung zu einem bestimmten Genre, eine eingehende Bildbetrachtung
und die Erfassung des Bildes.
- Die Personenbeschreibung
vermittelt ein Gesamtbild einer Person. Dem Adressaten ist es damit
möglich, die zu beschreibende Person in ihrer Ganzheit zu erfassen.
Man unterscheidet folgende Arten von Personenbeschreibungen:
die Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes einer konkreten
oder literarischen Person, das Selbstporträt und
die charakterisierende (auch situative) Personenbeschreibung.
- Die Raumbeschreibung
erfasst das äußere Bild eines Raumes und seine Wirkung auf den
Beschreibenden. Dabei wird auf die Größe des Raumes,
auf dessen Gestaltung (Einrichtungsgegenstände, vorherrschende
Farben und Formen, Lichteinwirkung) und auf den Eindruck, den der Raum
vermittelt, eingegangen. Der Adressat soll in die Lage versetzt werden,
sich diesen Raum vorzustellen, und ihn nach der Beschreibung bei Eintritt
auch wiederzuerkennen.
- Die Landschaftsbeschreibung
gibt dem Adressaten die Möglichkeit, sich die beschriebene
Landschaft in ihrer Gesamtheit vorzustellen. Der Beschreibende beobachtet
und erfasst die objektiven Gegebenheiten (Landschaftsform, Pflanzen,
Tiere, Gebäude, vorherrschende Farben) und beschreibt die Wirkung
der Landschaft auf ihn.