Das deutsche Schriftsystem
basiert in seinem Kern auf der Lautstruktur
der deutschen Sprache.
Die Schreibung des Deutschen beruht auf einer Buchstabenschrift.
Dabei existiert jeder Buchstabe als Klein- und Großbuchstabe, außer
dem ß - es existiert nur als Kleinbuchstabe. Die Buchstaben
sind die kleinste Einheit der deutschen Schriftsprache,
während der Laut die kleinste
Einheit der gesprochenen Sprache
ist.
Neben den Einzellauten gibt es Doppellaute, die Diphthonge,
und die Buchstabenkombinationen ch,
ck, sch. In der Schriftsprache kann
es für einen Laut verschiedene Zeichen geben. Diese Zeichen heißen
Grapheme (ai, ei; eu, äu).
Das Graphem ist also im grafischen System das kleinste bedeutungsunterscheidende
Symbol. Es kann ein oder mehrere Phoneme
(kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit
des gesprochenen Wortes) wiedergeben.
Die rhythmische Grundeinheit der Sprache ist die Lautgruppe oder Silbe. Es werden Sprechsilben und Sprachsilben unterschieden. Die Sprachsilbe ist die kleinste lautliche Einheit. Sie wird Morphem genannt. Morpheme sind kleinste bedeutungstragende Einheiten.
Die kleinste selbstständige Lautgruppe
mit Bedeutung ist das Wort. Die deutsche
Sprache ist eine flektierende Sprache, deshalb kann das Wort aus Präfix
(Vorsilbe), Stamm und Suffix (Nachsilbe) bestehen. Je nach Bedeutung oder
Funktion im Satz lassen sich verschiedene Wortarten
unterscheiden.
Mehrere Wörter, wenn sie eine inhaltlich abgeschlossene Information
ergeben, bilden einen Satz. Aber auch
Einwortsätze sind möglich: Komm!
Mehrere Sätze, die eine geschlossene Information ergeben, bilden einen Text.