
Sprechwerkzeuge zur
Bildung von Lauten
Sprache wird gesprochen und gehört oder geschrieben und gelesen. Beim
Sprechen wird ein Strom von Lauten gebildet. Die meisten Laute
werden bei der Ausatmung erzeugt. Die
wesentlichen Organe, die der Luftstrom
bei der Ausatmung passiert, sind der Kehlkopf
mit der Stimmritze und den Stimmbändern,
der Mund-Nasen-Rachen-Raum mit dem Zäpfchen, der Zunge, dem Gaumen, den Zähnen und schließlich
die Lippen. (Bilder 1 und 2)
Der Luftstrom, der die Lunge verlässt, wird durch den Kehlkopf mit
Stimmritze und den Stimmbändern gepresst. Dabei gerät der Luftstrom
in Schwingungen. Diese Schwingungen werden
im Nasen-Rachen-Raum ausgeformt. Der Luftstrom erfährt hier mithilfe
der Zunge, die an die Zähne oder den Gaumen gepresst wird, oder mit
den Lippen charakteristische Veränderungen. Wenn der Luftstrom dann
den Mund- oder/und Nasenraum verlassen hat, breiten sich die Schwingungen
aus und gelangen als Laute an das Ohr.
Im Vergleich zum Schimpansen hat der moderne Mensch einen größeren Rachen und einen tiefer
gelegenen Kehlkopf, der durch die gewölbte Schädelbasis niedergedrückt
wurde. Diese Anatomie ermöglicht eine größere Lautmodulation.
Die Entwicklung der Sprechwerkzeuge ist in der Entwicklungsphase des Säuglings zum Teil noch zu erkennen. Der Kehlkopf als das vor allem stimmbildende
Organ senkt sich erst etwa 10 Monate nach der Geburt so weit ab, dass an
den Stimmbändern die Grundschwingungen des Luftstroms erzeugt werden
können.