
Was ist Meinungsbildung?
Meinungsbildung ist an
Information gebunden.
Unter Meinungsbildung versteht man den aktiven oder rezipierenden Vorgang
zur Herausbildung eines Urteils.
Neben Familie, Freundeskreis - also dem privaten Umfeld - sind
die Massenmedien die entscheidende Informationsquelle für die Meinungsbildung.
Formen wie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind aber auch ein Instrument,
das ganz gezielt die Meinungsbildung beeinflusst und durch Vermittlung
einseitiger Berichte falsche Wirklichkeitsbilder hervorrufen kann. In
diesem Fall spricht man von Manipulation
der Meinungsbildung.
Meinung und Medien
Der Nachteil bei der Meinungsbildung durch Medien besteht unter anderem darin, dass der Einzelne seine Meinung in diesen nur in geringem Maße zum Ausdruck bringen kann. Der Prozess
der Meinungsbildung über Medien erfolgt deshalb meist nur rezipierend.
In seltenen Fällen erfolgt eine Rückkopplung. Eine solche Rückkopplung
wird auch Feedback genannt. Mangelnde
Mitwirkungsmöglichkeiten am Meinungsbildungsprozess drücken sich u. a. auch darin aus, dass die Regierungen, die in den
Parlamenten vertretenen Parteien, die Gewerkschaften, Verbände, Kirchen
und andere mächtige Organisationen überproportional in den Medien
zu Wort kommen. Bedeutend geringer ist das Auftreten von ethnischen, rassischen,
religiösen oder politischen Minderheiten,
von Jugend-, Frauen-, Behinderten- und Seniorenproblemen.