
Definition
Das Pronomen (lat.: pro nomine = für ein Nomen [Substantiv]) wird als
Stellvertreter des Substantivs
oder als dessen Begleiter bezeichnet.
Die verschiedenen Pronomen werden in der Regel mit kleinen Anfangsbuchstaben
geschrieben (Ausnahmen bilden die Anredepronomen Sie, Ihnen usw.) und sind
deklinierbar. Pronomen übernehmen im Satz unterschiedliche Funktionen
und können deshalb in verschiedene Untergruppen eingeteilt werden.
Funktion im Satz
Die Pronomen spielen eine wichtige
Rolle im Aufbau eines Textes, indem sie unnötige Wiederholungen vermeiden
können (Pronominalisierung). Als Pronominalisierung
bezeichnet man den Ersatz eines Substantivs durch ein Personalpronomen
bei gleichen inhaltlichen Bezügen.
Beispiel:
Oft ist die Pronominalisierung nicht nur erwünscht, sondern für
einen geschlossenen Textaufbau unbedingt
erforderlich. Leider werden aber die hinweisenden
Fürwörter "dieser" und "jener" im Text
häufig falsch gebraucht.
Beispiel:
Funktionen der Pronomen
| Funktion | Bedeutung | Beispiel |
| Rückweisung (anaphorisch) |
|
Das Mädchen war allein. Es langweilte sich. |
| Vorausweisung (kataphorisch) |
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Es war nicht auszuschließen, dass das Wetter noch schlechter wird. |
| hinweisende und zeigende Funktion (deiktisch) |
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Ich (Sprecher) meine,
dass ihr (Hörer) mir
(Sprecher) helfen könnt. In dieses Haus würde ich nie einziehen. |
| Mengenangaben (quantifizierend) |
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Jedes Kind konnte mitspielen, aber einige Mädchen hatten wenig Lust. |
| besitz- oder Zusammenhänge anzeigende Funktion (possessiv) |
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Mein Hund ist älter
als deiner. Ich gehe hinter den Frauen und muss deren Gerede mit anhören. |
| bestimmende Funktion (determinierend) |
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Niemand war schuld, aber jemand musste die Verantwortung übernehmen. |
| verneinende Funktion (negierend) |
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Keiner hatte sie gesehen. |