Die Sprach- und Textfunktionen ergeben sich aus dem Zusammenhang eines Textes.
Sprachfunktionen
Sprachfunktionen fragen
nach der Verständigung über etwas in der Welt.

Es gibt verschiedene Sprachfunktionsmodelle.
KARL BÜHLER (1879–1963) unterscheidet sprachliche Funktionen hinsichtlich
– der Darstellung,
– des Appells,
– des Ausdrucks.
ROMAN JAKOBSON (1896–1982) erweiterte das bühlersche Modell, um den
linguistischen Verfahren auch literarische Texte zugänglich zu machen.
Der literarische Text wird erst aufgrund seiner sprachlichen Struktur
zu einem Kunstwerk. Nach JAKOBSON unterscheidet man sechs Sprachfunktionen:
– referenzielle (auf ein außersprachliches
Objekt bezogen),
– expressive (auf den Sender bezogen),
– persuasive (an ein Gegenüber gerichtet),
– phatische (auf den Kanal bezogen, z. B.:
Hallo, bist du noch dran?),
– metasprachliche (auf den Code bezogen,
z. B.: Was bedeutet "Schrippe"?)
– poetische (auf die Botschaft bezogen).
Die Sprachfunktion kann auch nach anderen Aspekten unterteilt werden, beispielsweise
Textfunktion
Als Textfunktionen werden
die vorherrschende Aufgabe eines Textes im sprachlichen Handeln, seine
beabsichtigte Wirkung auf die Zuhörer/Leser und seine tatsächlich
eintretenden Folgen bezeichnet.
Nach KARL BÜHLER unterscheidet man folgende Textfunktionen: