
Verwendung
der Sprache
Nach dem Verwendungszweck kann Sprache unterteilt werden in:
Sprache ist ein Code
Im alltäglichen Umgang mit der Kommunikation
sind Sprache und Schrift in hohem Maße standardisiert (grammatisch,
lexikalisch, in der Form ihrer Anwendung). In bestimmten Gattungen und
Genres werden Sprache und Schrift bei der inhaltlichen formalen Gestaltung
von Texten spezifisch gebraucht, so z. B. in der Nachricht, in der
Reportage, im Bericht, im Aufsatz, in einer Anweisung oder im Feuilleton.
Sprache ist nicht nur einfache Wortwahrnehmung, sondern Sprache muss immer
im Zusammenhang mit Verstehen gesehen werden. Sprache ist häufig
mehrdeutig, und Verstehen ist ein Vorgang, der die aufgenommene Sprache
ordnet.
Beispiel: Jeder liebt seine Eltern. Das kann eine Aussage allgemeiner
Natur sein, eben dass jeder Mensch seine Eltern liebt. Oder die Aussage
bezieht sich auf einen bestimmten Personenkreis, der nicht näher
definiert ist. Es soll heißen, alle mögen seine Eltern, die
Eltern des Sohnes.
Sprache ist also ein Code, in den
sich die Partner eincodieren, um von den Gesprächspartnern wieder
decodiert zu werden. Dazwischen steht der Transport der Sprache. Dieser
Prozess ist der Kommunikationsprozess.
Die Bedingungen, unter denen sich kommunikative Verhältnisse herausbilden
und verändern, haben Einfluss auf die Formen der Sprache. Solche
veränderten Bedingungen sind die Industrialisierung,
die modernen Industriegesellschaften,
die Zunahme von Verkehr und Tourismus und nicht zuletzt der ständig
steigende Einfluss der Massenmedien.
Entwicklungstendenzen der gegenwärtigen
Sprache in Deutschland
1. Dialekte
Sowohl die Herausbildung moderner Industriegesellschaften als auch die
fortschreitende Kapitalisierung der Landwirtschaft lassen die Dialekte
mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Dabei treten regionale Unterschiede
auf. So ist in den nördlichen Gebieten Deutschlands (Norddeutschland,
Brandenburg, Sachsen Anhalt) eine deutliche Abnahme der Dialekte zu verzeichnen.
Im Süden Deutschlands, wie Bayern, Thüringen oder Erzgebirge,
hält man noch sehr stark an den Dialekten fest. Außerdem spricht
die ältere Generation stärker mit Dialekt als die jüngere.
Die meisten Menschen sprechen sowohl Dialekt als auch die Literatursprache.
Dabei hängt der Einsatz der Sprachform vom Umfeld ab wie Privatsphäre,
Familie, Schule oder Arbeitsprozess.
2. Umgangssprache
Bei den Umgangssprachen
werden verschiedene Typen unterschieden. Die jeweiligen Typen werden bestimmt
durch
Ein wesentlicher Typ ist die großlandschaftliche Umgangssprache. Für Deutschland sind typische Beispiele: badische, berlinisch-brandenburgische (Berlin), hessische (Kassel), obersächsische (Leipzig, Dresden, Chemnitz) und die pfälzische Umgangssprache.
3. Literatursprache
Die Literatursprache
wird stark von der Umgangssprache beeinflusst. Heute sind die Grenzen
zwischen beiden Sprachformen nicht
mehr so scharf wie etwa noch vor 80 Jahren. Das bezieht sich allerdings
besonders auf die gesprochene Sprache.
Auch in der Literatursprache setzen sich Tendenzen einer zunehmenden Internationalisierung
durch. Schon im 19. Jahrhundert wurde aus dem Fachwortschatz der Naturwissenschaften
und der Technik vieles in den Wortschatz der Allgemeinsprache übernommen
(Akku, Elektrische, Kabel).
Entwicklung des Wortschatzes
Besonders durch die zunehmende Mobilität
der Menschen und den steigenden Einfluss aller Medien
(Bild 2) wächst der Umfang des Wortschatzes.
Das gilt für alle Sprachformen, besonders aber für die Fachsprachen
und Umgangssprache.
Im Bereich der Unterhaltung, der Freizeit und des Tourismus sind das solche Wörter
wie Camper, Hit, Kicker, Make-up, Surfer, Fete, Techno-Fans.
Neuschöpfungen beruhen meist auf bereits vorhandenem Sprachmaterial
Onomatopoesie = Lautmalerei) das sprachlich zu erfassende Objekt oder
den Vorgang nach (vgl. Basiswissen Literatur/Lyrik). Lautworte finden verstärkt in Comics Verwendung und haben so großen Einfluss vor allem auf die Jugendsprache (eeh, krrr, peng, hey).
Damit ist Sprache neben Kommunikation eine Widerspiegelung des Verständnisses und der Auffassung der die Menschen umgebenden Realität. Gleichzeitig wird mit der Sprache wiederum Realität geschaffen.
Sprache und Kommunikation
Sprache an sich ist noch keine Kommunikation. Sie ist allerdings das wichtigste
Kommunikationsmittel
der Menschen. Damit Kommunikation funktioniert ist Folgendes erforderlich: