
Beschreibungen
Eine Beschreibung ist eine
vorwiegend informierende, sachbetonte und wirklichkeitsnahe Darstellungsform.
Die Beschreibung dient dazu, einen Gegenstand, Zustand, Zusammenhang, Sachverhalt,
eine Person oder einen wiederholbaren Vorgang mit sprachlichen Mitteln so
darzustellen, dass der Adressat eine genaue Vorstellung davon gewinnt.
Beim Beschreiben wird das Erfassen des Typischen und Allgemeingültigen
angestrebt.
Beschreibungen sind in genauer, eindeutiger und übersichtlicher sprachlicher
Form abzufassen. Die Verwendung von Fremdwörtern ist dem Adressatenkreis
anzupassen.
Es gibt unterschiedliche Beschreibungsarten, eine davon ist die Vorgangsbeschreibung.
Vorgangsbeschreibungen
Die Vorgangsbeschreibung
bezieht sich auf wiederholbare Vorgänge oder Teilvorgänge. Sie
soll den Adressaten über die wesentlichen Merkmale des Vorgangs (Tätigkeiten,
Bewegungen, Veränderungen) und seiner Teil- bzw. Einzelvorgänge
informieren.
Das Beschreiben von Vorgängen kommt dem Bericht nahe, im Unterschied
dazu geht es jedoch beim Beschreiben von Vorgängen um Wiederholbares,
die zu verwendende Tempusform ist das Präsens.
Die Verwendung von Fachbegriffen ist
bei der Vorgangsbeschreibung notwendig. Es ist eine zweckentsprechende
und angemessene Form zu verwenden.
Beispiele für Vorgangsbeschreibungen
Was ist beim Beschreiben von Vorgängen zu beachten?
Beispiel
1
Häufig sind Gegenstandsbeschreibungen in Vorgangsbeschreibungen
integriert. Die Aufzählung der Zutaten eines Kochrezepts könnte
man als Gegenstandsbeschreibung auffassen.
Kochrezept (Speckfett, Bild 1)
Zutaten:
Zubereitung:
Der Speck wird gewürfelt
und (ohne Schmalz oder sonstiges Fett) in einen Topf gegeben. Ungefähr
eine Stunde sollte der Speck auf kleiner Flamme ausgelassen werden.
Er ist gut, wenn die Speckstückchen goldbraun und mürbe
sind. Der Bauchspeck sollte erst dann dazugegeben werden, wenn der
Rückenspeck schon 20 Minuten im Topf ist.
In der Zwischenzeit sind der Apfel und die Zwiebeln gewürfelt
worden und werden nun zusammen mit Majoran und Thymian zum heißen
Fett gegeben. Vorsicht! Ist das Fett zu heiß, kann es etwas
spritzen, also immer kleine Flamme!
Nach ungefähr einer halben Stunde, wenn die Zwiebeln goldbraun
und die Apfelstückchen zaghaft angebräunt sind, ist das
Speckfett fertig.
Beispiel 2
Handlungsvorschrift
(Algorithmus, Diskette kopieren
unter Windows 2000)
Beispiel 3
Experimentieranleitung
(Nachweis von Vitamin C)
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