ALAN MACDIARMID
wuchs als Sohn einer wegen der Neuseeländischen Depression armen aber
gebildeten Familie in der Nähe von Wellington auf. Schon als Schulkind
verdiente er sich sein eigenes Geld als Milch- und Zeitungsausfahrer. Das
Gymnasium musste er nach nur drei Jahren im Alter von 16 Jahren wieder verlassen,
weil die bescheidene Rente seines Vaters nicht reichte, um die Schule zu
finanzieren. MACDIARMID nahm eine Stelle als Aushilfe an der Victoria
University in Wellington an und konnte so wenigstens in Teilzeit
studieren. Für Chemie interessierte er sich, seit er als Kind an ein
altes Schulbuch seines Vaters, einem Ingenieur, geraten war. Obwohl MACDIARMID
für seinen Lebensunterhalt alleine aufkommen musste, schloss er sein
Studium in Mathematik und Chemie mit
den besten Noten ab.1951 gewährte ihm die University of Wisconsin (USA)
ein Doktorandenstipendium, das er dankbar
annahm. Nach einem Zwischenstopp in Cambridge kam er 1955 an die University
of Pennsylvania, wo er seit 1988 Professor ist.
Seit den 1970ern arbeitet MACDIARMID mit seinen Kollegen ALAN HEEGER (USA)
und HIDEKI SHIRAKAWA (Japan) an elektrisch leitenden Polymeren. Das sind Kunststoffe, die durch Einwirkung von außen für Elektrizität
durchlässig gemacht werden können. Wichtig sind diese leitenden
Kunststoffe für moderne Elektronik, eingesetzt werden sie schon jetzt bei Handys oder Solarzellen. 2000 bekam
das Forschertrio für seine Leistungen auf dem Gebiet den Nobelpreis
Chemie verliehen, zahllose andere teils hoch dotierte Preise hat MACDIARMID
im Laufe seiner Forscherkarriere außerdem entgegen genommen.
Am 07.02.2007 starb ALAN MACDIARMID in Philadelphia, der Stadt in der er über 50 Jahre lang Professor (University of Pennsylvania) war.