Die Erzählung besteht aus zwölf Kapiteln und handelt von den
Erlebnissen, die das kleine Mädchen Alice während eines Traumes
hat. Die Traumerzählung
ist eingebettet in eine Rahmenhandlung, der Ausgangssituation des Traumes.
An einem heißen Sommertag sitzt Alice zusammen mit ihrer älteren
Schwester, die ein Buch liest, auf der Wiese eines Bauernhofes. Das Nichtstun
und die Hitze machen Alice träge und lassen sie langsam einschlummern.
Ein weißes Kaninchen lockt sie ins Traumland, wohin Alice ihm durch
ein Kaninchenloch unter der Hecke folgt.
Sie gelangt durch einen Brunnenschacht in die Tiefe und landet schließlich
in einem dunklen Saal mit mehreren Türen. Mit dem goldenen Schlüssel,
der auf einem Glastisch liegt, gelangt man in einen Garten mit kühlen
Brunnen und leuchtend bunten Blumenbeeten. Doch diesen Wunsch kann Alice
sich nicht sofort erfüllen. Zuerst wechselt sie mit Hilfe eines Saftes,
Zauberkuchen und einigen Bissen von einem Pilz mehrmals ihre Größe,
bis sie endlich im achten Kapitel den schönsten Garten, den sie je
gesehen hat, betreten kann.
In einzelnen Episoden begegnet Alice den ungewöhnlichen Bewohnern des Traumlandes, z. B. der Cheshire Cat, die sich bis auf ihr Grinsen unsichtbar machen kann; das Baby der Gräfin, das sich in ein Schweinchen verwandelt; der Mad Hatter (Hutverkäufer), der nie fertig wird mit Teetrinken; der March Hare (Hase), dessen Uhr das Datum, aber nicht die Uhrzeit anzeigt. Alice ist voller Verwunderung über ihre Erlebnisse und stellt fest: "Everything is so out-of-the-way down here."
Völlig ratlos ist sie, als sich der Wortlaut von Gedichten von selbst verändert: "Wondering if anything would ever happen in a natural way again."
Am turbulentesten geht es am Hof der Herzkönigin zu. Höhepunkt des Traumes ist die Gerichtsverhandlung, in der der Herzkönig den Dieb ermitteln will, der die Törtchen der Königin gestohlen hat. Voller Empörung über die Ungerechtigkeit des Königs und der Königin wacht Alice aus ihrem Traum auf.