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Arbeitsorganisation und Selbstkontrolle
Effektives Lernen bedarf einer durchdachten Zeiteinteilung, die auch die Lernpausen beinhaltetVorlage eines Lernplans
Warum Arbeit organisiert sein will
Im Schulalltag kann es einem schnell so erscheinen, als hätte man riesige Berge an Arbeit zu erledigen, unzählig viele Seiten Vokabeln zu lernen und unendlich viel Grammatik zu pauken. Man hat das Gefühl, das alles nicht schaffen zu können. Schnell kommt es dann soweit, dass man nicht die nötige Energie und den Mut aufbringt, die Sache einfach anzugehen - wie auch, wenn man gar nicht weiß, wo man beginnen soll?
In einer solchen Situation ist es sehr wichtig, sich einen Tag Zeit zu nehmen, um erst einmal den Überblick über die Lage zu gewinnen und sich zu organisieren. Man muss sich klare Ziele setzen, denn nur wer Ziele hat, erreicht auch welche!

Schritt für Schritt zum Lernerfolg
Zunächst einmal ist es wichtig, herauszufinden, was man eigentlich erreichen will. Steht z. B. eine Abschlussprüfung an, muss man sich zuerst gründlich informieren, was man für die Prüfung genau wissen muss. Wenn man genau weiß, welchen Wissensstand man an welchem Zeitpunkt erreicht haben will, kann man sich auch sogenannte Etappenziele setzen.
Findet die Abschlussprüfung zum Beispiel am 15. Juni statt und sind bis dahin noch 10 Wochen Zeit, muss man sich auf dieser Grundlage überlegen, wie viel man jede Woche zu lernen hat. Die letzte Woche vor der Prüfung sollte immer zur Wiederholung und als Zeitpuffer eingeplant werden. Für die übrigen neun Wochen kann man sich nun Wochenziele setzen.

Die Zielsetzung
Bei der Zielsetzung muss nicht nur in Betracht gezogen werden, welcher Wissensstand zum Zielzeitpunkt erreicht sein sollte, sondern auch welche Vorkenntnisse bereits vorhanden sind. Zudem weiß jeder von sich selbst, wofür er/sie wie viel Zeit braucht.
Es ist nun wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, welcher Lerntyp man ist, was einem eher leicht fällt und wofür man mehr Zeit und Energie einplanen muss. So gibt es Menschen, die die Vokabeln einer ganzen Unit an einem Tag lernen können, andere sollten pro Lektion lieber eine Woche einplanen. Wie schnell man was lernen kann, hängt natürlich auch damit zusammen, wie viel Vorwissen man in den verschiedenen Bereichen bereits hat.
Die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten kann besonders am Anfang schwer sein. Deshalb ist es wichtig, dass man den Lernplan und die Lernziele immer wieder auf Ihre Erreichbarkeit überprüft und gegebenenfalls den Plan ändert.

Das Erstellen des Lernplans
Hat man seine Ziele klar abgesteckt, sollte man einen Lernplan erstellen. Hierbei gilt es, auf Abwechslung bei den Lernaktivitäten zu achten. Es ist z. B. nicht sinnvoll, pro Tag zwei Stunden Vokabeln zu lernen. Besser ist es, sich jeden Tag 20 Minuten Zeit für die Wortschatzarbeit zu nehmen und in diesem Zeitraum eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu lernen. Mehr als 30 Vokabeln sollte man an einem Tag nicht neu lernen.
Zur Festigung des Wortschatzes und der Wendungen sollte man zudem regelmäßig das Lesen eines längeren Textes einplanen. Auch das Schreiben eines Texts von 80 bis 150 Wörtern wird in vielen Prüfungen erwartet und sollte immer wieder geübt werden.
Besonders zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen bietet es sich zudem an, auch das freie Sprechen anhand selbst angefertigter Notizen zu üben.
Gern werden in Prüfungen auch bestimmte grammatikalische Schwerpunkte abgefragt. Um hier bestehen zu können, ist es äußerst wichtig, einen Überblick über die grammatikalischen Bezeichnungen und Regeln zu gewinnen. Hierzu bietet sich das intensive Lesen und Lernen des Grammatikteils im Englischbuch an. Die praktische Anwendung kann man dann mit Aufgaben aus demselben Buch üben.

Selbstkontrolle
Wenn man sich einen guten Plan gemacht hat, ist man auf dem besten Weg zum Lernerfolg. Dieser stellt sich allerdings nur dann ein, wenn man sich auch an seinen Plan hält und dieser zudem realistisch ist. Diese beiden Dinge müssen in regelmäßigen Abständen, z. B. einmal wöchentlich, überprüft werden.
Stellt man bei einer solchen Selbstkontrolle fest, dass man im Rückstand ist, muss der Plan auf dem schnellsten Weg geändert werden, denn es besteht die Gefahr, dass man den Plan als frustrierend und demotivierend, weil unerreichbar empfindet. Ein solcher Frust gefährdet den Lernerfolg in hohem Maße. Man sollte sich nun fragen, woran es liegt, dass man bestimmte Ziele nicht erreicht hat und die Ursachen dafür dann gezielt ausmerzen.

Spaßfaktor
Eine weitere häufige Ursache für Lernfrust ist, dass man die eigenen Bedürfnisse im Plan nicht ausreichend berücksichtigt hat. Deshalb ist es für den Erfolg und die Motivation außerordentlich wichtig, dass man auch Freizeitaktivitäten einplant. Als Ausgleich zum Pauken sollten Sport und Freunde nicht zu kurz kommen. Das Lernen geht gleich viel leichter von der Hand, wenn man weiß, dass man im Anschluss ins Freibad gehen oder sich mit Freunden auf dem Fußballplatz austoben kann. Solche Anreize sind außerordentlich motivierend und erleichtern es uns, den eigenen ‚Schweinehund' zu überwinden.

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