
Schritt für Schritt zum Lernerfolg
Zunächst einmal ist es wichtig, herauszufinden, was
man eigentlich erreichen will. Steht z. B. eine Abschlussprüfung
an, muss man sich zuerst gründlich informieren, was man für
die Prüfung genau wissen muss. Wenn man genau weiß, welchen
Wissensstand man an welchem Zeitpunkt erreicht haben will, kann man sich
auch sogenannte Etappenziele
setzen.
Findet die Abschlussprüfung zum Beispiel am 15. Juni statt und sind
bis dahin noch 10 Wochen Zeit, muss man sich auf dieser Grundlage überlegen,
wie viel man jede Woche zu lernen hat. Die letzte Woche vor der Prüfung
sollte immer zur Wiederholung und als
Zeitpuffer eingeplant werden. Für die übrigen neun Wochen kann
man sich nun Wochenziele setzen.
Die Zielsetzung
Bei der Zielsetzung muss nicht
nur in Betracht gezogen werden, welcher Wissensstand zum Zielzeitpunkt
erreicht sein sollte, sondern auch welche Vorkenntnisse bereits vorhanden
sind. Zudem weiß jeder von sich selbst, wofür er/sie wie viel
Zeit braucht.
Es ist nun wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, welcher Lerntyp
man ist, was einem eher leicht fällt und wofür man mehr Zeit
und Energie einplanen muss. So gibt es Menschen, die die Vokabeln einer
ganzen Unit an einem Tag lernen können, andere sollten pro Lektion
lieber eine Woche einplanen. Wie schnell man was lernen kann, hängt
natürlich auch damit zusammen, wie viel Vorwissen
man in den verschiedenen Bereichen bereits hat.
Die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten kann besonders
am Anfang schwer sein. Deshalb ist es wichtig, dass man den Lernplan und
die Lernziele immer wieder auf Ihre
Erreichbarkeit überprüft
und gegebenenfalls den Plan ändert.
Das Erstellen des Lernplans
Hat man seine Ziele klar abgesteckt, sollte man einen Lernplan
erstellen. Hierbei gilt es, auf Abwechslung
bei den Lernaktivitäten zu achten. Es ist z. B. nicht sinnvoll, pro
Tag zwei Stunden Vokabeln zu lernen. Besser ist es, sich jeden Tag 20
Minuten Zeit für die Wortschatzarbeit zu nehmen und in diesem Zeitraum
eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu lernen. Mehr als 30 Vokabeln
sollte man an einem Tag nicht neu lernen.
Zur Festigung des Wortschatzes und der Wendungen sollte man zudem regelmäßig
das Lesen eines längeren Textes
einplanen. Auch das Schreiben eines
Texts von 80 bis 150 Wörtern wird in vielen Prüfungen erwartet
und sollte immer wieder geübt werden.
Besonders zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen bietet es
sich zudem an, auch das freie Sprechen
anhand selbst angefertigter Notizen zu üben.
Gern werden in Prüfungen auch bestimmte grammatikalische
Schwerpunkte abgefragt. Um hier bestehen zu können, ist es
äußerst wichtig, einen Überblick über die grammatikalischen
Bezeichnungen und Regeln zu gewinnen. Hierzu bietet sich das intensive
Lesen und Lernen des Grammatikteils im Englischbuch an. Die praktische
Anwendung kann man dann mit Aufgaben
aus demselben Buch üben.
Selbstkontrolle
Wenn man sich einen guten Plan gemacht hat, ist man auf dem besten Weg
zum Lernerfolg. Dieser stellt sich allerdings nur dann ein, wenn man sich
auch an seinen Plan hält und dieser
zudem realistisch ist. Diese beiden Dinge müssen in regelmäßigen
Abständen, z. B. einmal wöchentlich, überprüft werden.
Stellt man bei einer solchen Selbstkontrolle
fest, dass man im Rückstand ist, muss der Plan auf dem schnellsten
Weg geändert werden, denn es besteht die Gefahr, dass man den Plan
als frustrierend und demotivierend, weil unerreichbar empfindet. Ein solcher
Frust gefährdet den Lernerfolg in hohem Maße. Man sollte sich
nun fragen, woran es liegt, dass man bestimmte Ziele nicht erreicht hat
und die Ursachen dafür dann gezielt
ausmerzen.
Spaßfaktor
Eine weitere häufige Ursache für Lernfrust ist, dass man die
eigenen Bedürfnisse im Plan nicht ausreichend berücksichtigt
hat. Deshalb ist es für den Erfolg und die Motivation
außerordentlich wichtig, dass man auch Freizeitaktivitäten
einplant. Als Ausgleich zum Pauken sollten Sport und Freunde nicht zu
kurz kommen. Das Lernen geht gleich viel leichter von der Hand, wenn man
weiß, dass man im Anschluss ins Freibad gehen oder sich mit Freunden
auf dem Fußballplatz austoben kann. Solche Anreize sind außerordentlich
motivierend und erleichtern es uns, den eigenen Schweinehund' zu
überwinden.