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Britische und amerikanische Wissenschaftler und Erfinder
ALEXANDER GRAHAM BELL (1847 bis 1922)FRANCIS HARRY COMPTON CRICK (1916 bis 2004)CHARLES ROBERT DARWIN (1809 bis 1882)THOMAS ALVA EDISON (1847 bis 1931)MICHAEL FARADAY (1791 bis 1867)SIR ALEXANDER FLEMING (1881 bis 1955)BENJAMIN FRANKLIN (1706-1790)JANE GOODALLEDWARD JENNER (1749 bis 1823)JOHN LOCKE (1632 bis 1704)SAMUEL FINLEY BREESE MORSE (1791 bis 1872)SIR ISAAC NEWTON (1642 bis 1727)JAMES WATT (1736 bis 1819)
ALEXANDER GRAHAM BELL
ALEXANDER GRAHAM BELL (1847-1922) war amerikanischer Erfinder und Sprachtherapeut. BELL wurde in Edinburgh als Sohn eines Professors für Sprecherziehung geboren. Seine Mutter war fast gehörlos. Daher ist es nicht verwunderlich, dass BELLS Interesse für Sprachtherapie schon früh geweckt wurde. BELLS Lebensziel wurde es, die Beeinträchtigung schwerhöriger und gehörloser Menschen zu mindern.
Er studierte in Großbritannien Sprecherziehung und ging dann nach Kanada, später nach Boston. 1872 eröffnete er in Boston eine Schule für Stumme; 1873 wurde er Professor für Sprachphysiologie an der Universität in Boston. Aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit den Stimmorganen stieß er auf die Idee, ein Gerät für elektrische Schallübertragung zu konstruieren, das eine Verständigung über eine größere räumliche Distanz ermöglichte.
Im März des Jahres 1876 gelang es ihm, das erste funktionierende Modell einer Sprachübermittlers, das Schall in elektrische Signale umwandelte und für den Empfänger wieder hörbar machte, herzustellen.
Bis zum Juni 1876 überarbeitete er das Gerät in seinen Einzelheiten, um es dann öffentlich als Telefon (Fernsprecher) vorzustellen. Der Kommentar eines verblüfften Augenzeugen lautete: It talks!
Durch die Erfindung des Kohlemikrofons im selben Jahr verbesserte THOMAS ALVA EDISON die Qualität des Telefons noch weiter.
Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit gründete BELL die Zeitschrift Science.

FRANCIS HARRY COMPTON CRICK
FRANCIS HARRY COMPTON CRICK (1916-2004) war britischer Biologe. Er entdeckte 1953 zusammen mit JAMES DEWEY WATSON und MAURICE WILKINS die Struktur der DNA, die der chemische Träger der Gene, der Erbinformationen, ist. Die Struktur der DNA lässt sich an dem Modell einer doppelsträngigen Helix veranschaulichen; dieser Aufbau ermöglicht es den Teilsubstanzen, unzählige verschiedene Kombinationen miteinander zu bilden. Hierin steckt die Erklärung für die Andersartigkeit jedes einzelnen Lebewesens.
Diese Entdeckung in der Molekular-Genetik war grundlegend für die moderne Genforschung. Sie ermöglichte in den folgenden Jahrzehnten die Entschlüsslung des genetischen Codes, die Erforschung der chemischen Abläufe bei der Zellverdoppelung sowie die Lokalisierung bestimmter Erbanlagen. Der genetische Fingerabdruck, das Klonen sowie die Gentherapie bei bisher unheilbaren Krankheiten wären ohne diese Entdeckung nicht denkbar.

CHARLES ROBERT DARWIN
CHARLES ROBERT DARWIN (1809-1882) war englischer Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie. DARWIN stammte aus einer Familie von Ärzten. Schon sein Großvater war durch sein Interesse für die Botanik bekannt geworden.
DARWIN begleitete zwischen 1831 und 1836 als junger Naturforscher das Vermessungsschiff Beagle nach Südamerika und in den Pazifik. Bald nach seiner Rückkehr veröffentlichte er sein Tagebuch (1839) mit den Aufzeichnungen über die Zoologie der Länder, die er mit der Beagle bereist hatte. Seine Beobachtungen unter der Tierarten der Galapagos-Inseln (vor der Küste Ecuadors) hatten jedoch einen Gedanken in ihm geweckt, der ihn veranlasste, den bis dahin gültigen Abstammungsgedanken anzuzweifeln: dass nämlich die Beschaffenheit aller Lebensformen seit der Schöpfung nicht unveränderlich sei.
Er zögerte lange, seine Erkenntnisse zu veröffentlichen, bis er 1859 in seinem Hauptwerk seine Abstammungstheorie lückenlos belegen konnte. In On the Origin of Species by means of Natural Selection beschreibt er die Entwicklung der Artenvielfalt als langsamen, über Jahrtausende ablaufenden Vorgang (Evolution).

Durch die drei Vorgänge:

überleben nur die Arten, deren Lebensweise sich im Laufe der Zeit am besten in die Umgebung eingefügt hat; so erklärt DARWIN auch das Aussterben anderer Arten. Auch der aufrechte Gang des Menschen ist ein Ergebnis der Evolution.
DARWINS Theorie löste heftigen Widerstand aus, da sie den Schöpfungsmythos der Bibel erschütterte und auch den Menschen als eine Fortentwicklung einfacherer Lebensformen sah.

THOMAS ALVA EDISON
THOMAS ALVA EDISON (1847-1931) war amerikanischer Erfinder zahlreicher elektrischer Geräte. EDISON begann als Zeitungsverkäufer und Telegrafist und arbeitete sich zum Industriellen hoch, der in einer eigenen Fabrik elektrische Geräte baute herstellte und entwickelte.
Viele seiner über tausend Erfindungen prägen noch heute unseren Alltag. So konstruierte er z. B. die erste technisch einsetzbare elektrische Glühlampe.
Durch seine Erfindung des Kohlemikrofons verbesserte er das von ALEXANDER GRAHAM BELL entwickelte Telefon. 1877 baute er ein erstes Grammophon, den Vorläufer des Schallplattengerätes. 1883 entdeckte er bei Experimenten mit Glühlampen die Glühemission im Vakuum. Sie wird heute z. B. in Fernsehbildröhren und Röntgenröhren genutzt.

MICHAEL FARADAY
MICHAEL FARADAY (1791-1867) englischer Chemiker und Physiker, der vor allem in der Untersuchung elektromagnetischer Felder grundlegende Entdeckungen machte. 1821 wies er nach, dass Elektrizität magnetisch erzeugt werden kann. Diese Erkenntnis ist Voraussetzung für die Stromerzeugung durch Generatoren.
Er baute den ersten Transformator, mit dem die Stromspannung angehoben oder gesenkt werden konnte. Hierdurch wurde der Gebrauch der Elektrizität erst ermöglicht.
Nach ihm ist der faradaysche Käfig benannt. Er fand 1836 heraus, dass bereits Metallgitter die Fähigkeit besitzen, elektrische Felder abzuschirmen. Diese Erkenntnis wird heute zum Blitzschutz (z. B. in Fahrzeugen) oder zum Schutz elektronischer Geräte vor störenden elektrischen Feldern eingesetzt.

SIR ALEXANDER FLEMING
SIR ALEXANDER FLEMING (1881-1955) war britischer Arzt und Bakteriologe. Nach seinem Studium spezialisierte er sich auf die Antikörperforschung und Behandlung von Infektionen. Während des Ersten Weltkrieges errichtete er in Boulogne, Frankreich, ein Forschungszentrum zur Behandlung bakteriell infizierter Wunden. Sein Ziel war es, Bakterien hemmende oder tötende Stoffe zu finden, um Infektionen verhindern zu können.
Bei seiner Tätigkeit an einem englischen Krankenhaus entdeckte er 1928 zufällig einen Schimmelpilz auf einem seiner Laborgefäße, der das Bakterienwachstum bremste. FLEMING hatte offensichtlich den Stoff gefunden, nach dem er gesucht hatte. Die Chemiker FLOREY und CHAIN in Oxford isolierten schließlich aus dem Schimmelpilz das Antibiotikum Penizillin und ebneten den Weg für seine pharmazeutische Herstellung.
Penicillin wird in der Medizin zur Bekämpfung bakterieller Erkrankungen eingesetzt wird. Aufgrund der Bedeutung seiner Entdeckung für die Medizin wurde FLEMING 1944 geadelt. 1945 erhielten er sowie FLOREY und CHAIN den Nobelpreis für Medizin.

BENJAMIN FRANKLIN
BENJAMIN FRANKLIN (1706-1790) war amerikanischer Staatsmann und Naturforscher. Franklin war Autodidakt und kam aus einfachen Verhältnissen. In der Druckerei seines Bruders machte er eine Lehre als Schriftsetzer. In Philadelphia eröffnete er seine eigene Druckerei und betätigte sich als Zeitungsverleger. Er veröffentlichte zahlreiche eigene Texte, zuletzt seine eigene Lebensgeschichte.
Durch sein Interesse an der Elektrizität wurde er zum ersten bedeutenden Wissenschaftler Nordamerikas. Berühmt ist z. B. sein Drachenversuch, mit dem er nachwies, dass der Blitz eine Erscheinung der Elektrizität darstellt, die sich auflädt und dann entlädt. Um 1750 erfand er den Blitzableiter.
Mit seinem gesellschaftlichen Einsatz bewährte er sich in den Augen der Öffentlichkeit. Er half, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zu entwerfen und vertrat die neu gegründeten Vereinigten Staaten als Botschafter in Frankreich. Er war einer der Unterzeichner der Verfassung der Vereinigten Staaten.

JANE GOODALL
JANE GOODALL ist britische Verhaltensforscherin. Sie studierte in Cambridge Verhaltensforschung. Entscheidend ihre weitere Entwicklung wurde ihr Aufenthalt am Tanganjika-See in Afrika ab 1960. Sie beobachtete im Rahmen ihres Studiums das Verhalten der dort lebenden Schimpansen und machte wichtige von der bisherigen Auffassung abweichende Entdeckungen. Sie beobachtete, dass die Schimpansen Gegenstände als Werkzeuge nutzen. Außerdem erlebte sie die Schimpansen bei der Jagd und folgerte, dass Schimpansen sich nicht ausschließlich pflanzlich ernähren. Ihre jahrelangen Beobachtungen und der direkte Kontakt mit den Menschenaffen ließen sie zu der Auffassung gelangen, dass Tiere genauso wie Menschen eine Persönlichkeit, Gefühle und Einstellungen besitzen.
JANE GOODALL errichtete in Gombe, Afrika, ein Forschungszentrum zur Beobachtung und zum Schutz verschiedener Tierarten. 1977 gründete sie in Tansania das Jane Goodall Institut, das sich heute weltweit für den Schutz der Schimpansen und ihres Lebensraumes einsetzt. JANE GOODALL hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. auch Kinderbücher über das Leben der Tiere. Ihre Arbeit wurde mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. 2003 wurde sie für ihr Engagement von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben.

EDWARD JENNER
EDWARD JENNER (1749-1823) war englischer Arzt. JENNER fand das Impfserum gegen die Pockenkrankheit und erkannte das Prinzip der Schutzimpfung, die Grundlage der modernen Antikörperforschung. Die Zahl der Sterblichkeit an Pocken ging aufgrund systematischer Impfungen im 19. Jahrhundert drastisch zurück. Seit dem 20. Jahrhundert ist kein Auftreten dieser Krankheit mehr verzeichnet worden.
JENNER beobachtete, dass Melkerinnen auf dem Land, die einmal an Kuhpocken erkrankt waren, sich nicht mit der gefährlichen Pockenkrankheit, die oft tödlich verlief, ansteckten. Während einer Pockenepidemie 1796 verabreichte er einem Achtjährigen Kuhpocken-Erreger, um ihn vor der tödlichen Krankheit zu schützen. JENNERS Überlegung erwies sich als richtig: Die Verabreichung von Krankheitserregern veranlasst den Körper, Gegengifte zu bilden und schützt ihn über die Zeit der Infizierung hinaus vor einer erneuten Erkrankung.

JOHN LOCKE
JOHN LOCKE (1632-1704) war englischer Philosoph. LOCKE ist einer der Philosophen der Aufklärung, die die theoretischen Grundlagen für die geistige Befreiung und politische Mündigkeit der Menschen geschaffen haben. Seine Überlegungen mündeten in die praktische Forderung der Bürger nach einer Verfassung, politischer Mitbestimmung sowie in das Widerstandsrecht. Sie bilden heute Teilprinzipien moderner demokratischer Systeme.

In seinen zwei Treatises of Government (1690, dt. Abhandlungen über die Regierung) stellte LOCKE fest, dass die Menschen von Natur aus mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet seien. Regierungen seien dazu eingesetzt, diese Rechte zu schützen. Bedrohe oder beschneide eine Regierung diese Rechte, so könne sie durch die Menschen geändert oder abgeschafft werden.
Ein weiteres wichtiges Werk ist seine erkenntnistheoretische Abhandlung Essay concerning Human Understanding (1690), die sich mit der Wahrnehmung, dem Begreifen und dem Erwerb von Wissen befasst. LOCKE geht davon aus, dass das Wissen durch Beobachtung erworben wird.

SAMUEL FINLEY BREESE MORSE
SAMUEL FINLEY BREESE MORSE (1791-1872) erfand die elektrische Telegrafie, das Morsegerät und das Morsealphabet . Das Morsegerät diente der Übermittlung elektromagnetischer Signale und war ein Vorläufer des Fernschreibers. Im Morsealphabet entspricht eine bestimmte Abfolge von kurzen und langen Signalen einem bestimmten Buchstaben des Alphabets, z. B. steht die Kombination lang, kurz, kurz für den Buchstaben d. In der Morsezeichenschrift ist ... _ _ _ ... die Signalfolge für den Notruf SOS; ein Punkt bedeutet ein kurzes Signal, ein Strich ein langes Signal. Morsezeichen waren bis ins 20. Jahrhundert ein wichtiges Verständigungsmittel in der Seefahrt.

SIR ISAAC NEWTON
SIR ISAAC NEWTON (1642-1727) war englischer Philosoph und Naturwissenschaftler. Er gilt als einer der bedeutenden Naturwissenschaftler des 17. Jahrhunderts, die zu dem wissenschaftlich orientierten Weltbild der Aufklärung beigetragen haben.
NEWTON hat die Mathematik und die Physik durch grundlegende Erkenntnisse bereichert.
Sein Beitrag zur Astronomie und zur Optik ist die Entwicklung des Spiegelteleskops 1668. 1671 stellte er ein noch präziseres Gerät her, dessen Qualität die Königliche Akademie (Royal Society) veranlasste, NEWTON als Mitglied aufzunehmen.
1672 stellte er der Akademie seine Entdeckung in der Farbenlehre vor, die Zerlegung des weißen Lichtes in seine Spektralfarben sowie deren Wiedervereinigung zu weißem Licht mit Hilfe von Prismen.

In seinem 1687 veröffentlichten Hauptwerk Philosophiae Naturalis Principia Mathematica formulierte er seine Theorie der Erdanziehungskraft (Gravitation), die er in Verbindung brachte mit den von JOHANNES KEPLER aufgestellten Gesetzen der Planetenbewegung. Mit den drei Grundgesetzen der Bewegung erklärte er darin außerdem, auf welche Weise Kräfte Bewegungen (z. B. freier Fall, Beschleunigung) auslösen. NEWTONS Erkenntnisse wurden grundlegend für die klassische Mechanik als Teilgebiet der Physik. NEWTON (N) heißt auch die Einheit, in der Kräfte gemessen werden.
ISAAC NEWTON gilt neben LEIBNIZ als der Mitbegründer der Infinitesimalrechnung in der Mathematik.

JAMES WATT
JAMES WATT (1736-1819) schottischer Ingenieur. Er revolutionierte die Industrie und das Transportwesen durch die Entwicklung der Dampfmaschine als Antriebsmaschine.
WATT stammte aus einer Familie von Mathematikern. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Hersteller mathematischer Instrumente.
THOMAS NEWCOMEN hatte bereits 1712 eine Dampfmaschine zur Wasserbeseitigung aus den Kohleschächten der Bergwerke gebaut. Bei der Reparatur eines Modells von NEWCOMENS Dampfmaschine 1765 erkannte WATT deren Mängel. Er baute einen gesonderten Kondensator und eine Luftpumpe ein, um ihren Energieverbrauch zu halbieren. 1769 wurde sein Modell der Dampfmaschine patentiert. WATT arbeitete weiter an der Verbesserung ihres Wirkungsgrades und entwickelte 1782 eine Dampfmaschine mit einer Übersetzung der Kolbenbewegung in eine Drehbewegung. Diese ließ sich auch zu anderen Zwecken als zum Antrieb von Wasserpumpen einsetzen. Bereits 1882 fand sie in der Eisenindustrie Verwendung. Die Textilindustrie und Versuche im Dampfschiffbau folgten bald. WATTS Erfindung hatte das Zeitalter der Industrialisierung eingeleitet.
WATT ist auch die Maßeinheit für die elektrische Leistung.

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