
Englische Dialekte
Erstaunlicherweise weisen die britischen Inseln die meisten linguistischen
Unterschiede im anglophonen Sprachraum auf. Es kann sogar innerhalb einer
geografisch recht kleinen Region unterschiedliche Dialekte geben.
Gewöhnlich werden drei große Dialektregionen
unterschieden:
Die Dialekte unterscheiden sich in ihrem Vokabular:
So haben die schottischen und nördlichen Dialekte viele Wörter
aus dem Alt-Norwegischen (Old Norse) und aus
dem Keltischen übernommen, die in der südlichen Region kaum
Verbreitung fanden. Diese Differenzen im Wortgebrauch,
vor allem aber die Unterschiede in der Aussprache
führen häufig zu Verständigungsschwierigkeiten. Jedoch
hat die moderne Massenkommunikation
diese Differenzen deutlich gemildert. Zudem sind viele Sprecher in der
Lage, ihre Aussprache und Wortwahl auf das Standardenglisch hin zu orientieren.
Sieht man vom bereits beschriebenen Südwesten Englands ab, lassen
sich in England sieben Dialektfamilien
ausmachen, die von britischen Muttersprachlern leicht auseinandergehalten
werden können:
Regionale Akzente
Allseits bekannt unter den Aussprachevarianten ist die received
pronunciation (RP), die als Sprache des
gebildeten Sprechers aus dem Südwesten Englands definiert wird, wie
sich an Bezeichnungen wie Queen's English oder
BBC English ablesen läst. In den letzten
Jahrzehnten hat sich daneben das Estuary English
als Aussprachestandard etabliert. Estuary vereinigt Elemente von Cockney
und RP und stellt somit einen Ausgleich
zwischen den Sprechweisen der verschiedenen Gesellschaftsschichten dar.