Auch in Afrika setzten sich die Briten fest und verschleppten die Einwohner als Sklaven in den Süden Amerikas und in die Karibik. Im Gegenzug wurden von dort gefertigte Waren zurück nach England gebracht. So entstand zwischen England, Afrika und Amerika das atlantische Dreieck des Sklavenhandels. Durch Sklavenarbeit gefertigte Produkte, wie z. B. Tabak, Rum, Baumwolle und Zucker kamen durch diese Art von Wirtschaftskolonie auf dem Rückweg nach Großbritannien. Es wurde zum größten Handelsstaat Europas. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts besegelten etwa 6 000 Schiffe unter britischer Flagge die Weltmeere.
Nordamerika diente Anfang des 17. Jahrhunderts als Einwanderungsland
für einige Hunderttausende Engländer. Bereits 1584 war die erste
Siedlung in Amerika gegründet worden und schon 1607 folgte die erste
britische Siedlungskolonie.
Australien war gegen Ende des 18. Jahrhunderts Strafkolonie
der Briten, d. h., der Kontinent beherbergte Sträflinge, die späterhin
das Land erschlossen.
Neuseeland und eine Reihe von Inseln Ozeaniens wurden auch auf diese Weise
zur britischen Kolonie.
Kanada musste nach Frankreichs Niederlage im Siebenjährigen
Krieg gegen England 1763 abgetreten werden.
Besonders hart von Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland umkämpft,
fielen Großteile Afrikas bei dessen Aufteilung im 19. Jahrhundert
an Großbritannien.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts allerdings, als England bereits 20
Prozent der Weltbevölkerung beherrschte, wurden nationale Befreiungsstimmen
laut. Das British Empire sah sich der Entkolonialisierung
gegenüber. Es entstand der British Commonwealth
of Nations.