Grundlagen eines guten Textes
Der Schreibprozess
Der Schreibprozess kann in mehrere Phasen
unterteilt werden. Diese laufen theoretisch nacheinander ab. Das bedeutet
aber nicht, dass man nicht von einer fortgeschrittenen Phase auf eine
frühere zurückspringen und/oder sie in Teilen wiederholen kann.
Planungsphase
Zunächst muss man planen, worüber und wie man schreiben möchte.
Zunächst grenzt man das Thema
ein. Anschließend kann man z. B. mindmaps
oder Listen anfertigen, um die Fakten zusammen zu tragen, die man
im Text präsentieren möchte. Zum anderen macht man sich Gedanken
um die zu verwendende Sprache und die
Textsorte. Schon im Vorfeld kann man
sich sprachliche Mittel zurechtlegen. Außerdem überlegt man
sich die Form des Textes. Soll es eine Geschichte werden? Oder ein Bericht?
Dies ist zum einen vom Thema abhängig und zum anderen von den eigenen
Vorlieben. Um die Merkmale der jeweiligen Textsorte zu analysieren, kann
man sich Modelltexte vom Lehrer geben
lassen oder im Internet suchen. Ist
man sich unsicher, ob man schon in der Lage ist, eine bestimmte Textsorte
zu verfassen, kann man dies zuerst üben, indem man einen vorhandenen
Text umformt, z. B. ein Interview in einen Bericht. In solchen Modelltexten
findet man im Übrigen auch die angemessenen sprachlichen Mittel.
Arbeitsphase
Das ist die eigentliche Schreibphase.
Hier verfasst man den Text. Man überlegt sich eine Einleitung,
einen Schluss und eine Reihenfolge,
in der die Fakten präsentiert werden sollen. Schließlich schreibt
man alles auf. Je öfter man schreibt, umso mehr verschmelzen Planungsphase
und Arbeitsphase miteinander. Sprachliche Mittel, Strukturierung und Schreiben
laufen dann teilweise parallel ab. Solange man beim Schreiben jedoch noch
unsicher ist, sollte man sich an die Reihenfolge der Phasen halten.
Kontrollphase
Eine gründliche und Überarbeitung
kann die Qualität eines Textes deutlich verbessern. Was in der Arbeitsphase
geschrieben wird, ist lediglich eine erste Version, die nach einer Überarbeitung
verlangt. Abschließend sollte der Text als Gesamtwerk gelesen werden.
Man vergleicht noch einmal die Merkmale der Textsorte und die vorbereiteten
Fakten aus der Planungsphase mit dem verfassten Text. So erfährt
man, ob der Text auch dem entspricht, was man sich zu Beginn überlegt
hatte. Falls es Unterschiede zwischen Planung und Ausführung gibt,
muss überlegt werden, ob diese beabsichtigt und sinnvoll sind, oder
ob noch einmal eine Korrektur vorgenommen werden muss.
Muttersprache oder Fremdsprache?
Eine weitere Frage beim Verfassen fremdsprachlicher Texte ist, in welcher
Sprache die Planung durchgeführt werden sollte. Soll man sich erst
alles auf Deutsch überlegen und dann zum Schreiben übersetzen
oder versucht man schon in der Planungsphase,
alles in der Fremdsprache zu formulieren? Eigentlich ist das abhängig
von den sprachlichen Kenntnissen des einzelnen. Hat man noch keine ausreichenden
Sprachkenntnisse und will sich möglichst viel neues Vokabular aneignen,
bietet es sich an, die Planungsphase auf Deutsch durch zu führen.
Ist man sich in der anderen Sprache schon relativ sicher, können
Planung und Formulierung in der Fremdsprache ruhig gleichzeitig ablaufen.