
Die Abschaffung des Sklavenhandels
FRANZ DANIEL PASTORIUS entwarf bereits 1688 die erste Petition gegen den
Sklavenhandel und die Sklaverei in Nordamerika.
Es kam aber erst sehr viel später zum Verbot
des Sklavenhandels. Sowohl ökonomische, aber auch moralische
Aspekte spielten dabei eine Rolle. Die Quäker
in England verachteten den Sklavenhandel und machten sich bei dessen Bekämpfung
ihre parlamentarische Stärke zu Nutze. WILLIAM WILBERFORCE und WILLIAM
PITT zogen gegen die Sklaverei ins Feld. 1789 beantragten beide die Abschaffung
des Sklavenhandels, aber erst 3 Jahre später wurde diesem Antrag
stattgegeben. Schließlich wurde 1807 ein neues Gesetz
akzeptiert, das am 18. Januar 1808 verabschiedet wurde und in Kraft trat.
Die Briten wollten danach den übrigen Ländern aus Angst um wirtschaftliche
Benachteiligung den Sklavenhandel untersagen. Massiver Widerstand
kam jedoch aus Frankreich, Spanien, Portugal und Brasilien. Nicht weniger
unnachgiebig waren die Engländer. Mit erheblichen Sanktionen
zwangen sie die Nachbarstaaten in die Knie. Durch polizeiliche Überwachung
kontrollierte Großbritannien jedes Vergehen. Die königliche
britische Marine war befugt, alle Schiffe, die als mögliche Sklaventransporter
segelten, zu stoppen und festzunehmen.
Frankreich wehrte sich am heftigsten gegen diese Einmischung und betrieb
noch einige Zeit Schwarzmarkthandel
mit Sklaven, bis er 1848 ein tatsächliches Ende fand.