
Beim Verfassen einer Auslandsbewerbung gilt es, sich nach den im Zielland gängigen Bewerbungsnormen zu richten. Das betrifft neben dem Lebenslauf auch das Anschreiben, das als erster Bestandteil der Bewerbung zur Kenntnis genommen wird. Fühlt sich ein Arbeitgeber vom Anschreiben formal und inhaltlich angesprochen, wird er sicher auch den Lebenslauf lesen.
Der Briefkopf
Es ist eine gute Idee, selbst einen Briefkopf
zu entwerfen. Dieser kann gegebenenfalls ein dezentes farbiges Element
enthalten. Im Briefkopf sind in folgender Reihenfolge der Name, Straße,
PLZ Stadt, Land, Telefonnummer (mit kompletter Vorwahl aus dem Ausland)
und Email-Adresse anzugeben. Ohne eigenen Briefkopf wird die Adresse entweder
rechtsbündig oder linksbündig an den Kopf des Briefes gestellt.
Auf Ihre Adresse folgt nach einer Leerzeile das Datum
linksbündig. Hier ist zwischen der amerikanischen und der britischen
Schreibweise zu unterscheiden. Während man in den USA March
5, 2005 schreibt, heißt es in Großbritannien 5
March 2005. Der Ort, an dem der Brief verfasst wurde, wird nicht
genannt.
Nun wird die Adresse des Empfängers ebenfalls linksbündig geschrieben.
Man beginnt mit dem Namen des Adressaten und dessen Position, dann folgen
der Firmenname und die genaue Anschrift.
Der Briefkörper
Der Briefkörper beginnt mit der Anrede.
Die anonyme Anrede Dear Sir or Madam sollte
möglichst vermieden werden. Stattdessen sollte in amerikanischen
und britischen Bewerbungen Dear Ms./Mrs./Mr. (Name):
geschrieben werden.
Betreffzeilen sind insbesondere in
den USA ungebräuchlich. Der Brief beginnt in der Regel mit einem
einleitenden Satz, der das Thema des
Anschreibens benennt. Im Gegensatz zur deutschen Schreibweise sollte der
erste Satz unbedingt mit einem Großbuchstaben
begonnen werden, wie z. B.:
Wird sich auf eine ausgeschriebene Stelle beworben, muss die Quelle
der Anzeige genannt werden, wie z. B.: I saw your
advert on www. /in the September issue of XY
Anschließend sollte dargestellt werden, warum dieses spezielle Unternehmen
ausgesucht wurde.
Im nun folgenden Absatz werden Lebenslauf, Erfahrungen und Interessengebiete
sowie persönliche
Eignung aufgeführt. Hier gilt es, Engagement
und Aktivität herauszustellen.
Bereits erworbene Berufserfahrung findet
an dieser Stelle ausführliche Berücksichtigung.
Der letzte Absatz rundet das Anschreiben ab. Den Abschluss bildet eine
Grußformel,
die im Englischen nur mit Sincerely (= Mit freundlichen
Grüßen) ausgedrückt wird. Unter der Unterschrift
sollte der Name noch einmal in gedruckter Form erscheinen.
Darunter wird der Vermerk Enclosure (= Anlage) gesetzt.
Diese Anlage besteht ausschließlich aus dem Lebenslauf, denn im
englischen Sprachraum wird nur dieser mit dem Anschreiben versendet.