
JAMES COOK
JAMES COOK belegte mit drei
wissenschaftlichen Seereisen endgültig die Existenz Australiens
als Inselkontinent. Die Vorstellung von einem bis zum Südpol reichenden
Kontinent erwies sich damit als Illusion.
JAMES COOK wuchs als Sohn eines Arbeiters in Yorkshire auf. Als Junge
entschied er sich für den Seemannsberuf und erlernte auf kleinen
Nordseeschiffen selbstständig die Navigation und Vermessungskunde.
1755 wurde er Mitglied der englischen Kriegsmarine.
Er wirkte bei der Vermessung des St. Lorenz-Stromes in Kanada mit. Er
erwarb einen ausgezeichneten Ruf in seiner Genauigkeit als Vermesser und
Kartograf.
COOK wurde von den Wissenschaftlern der Royal
Society beauftragt, 1769 im Südpazifik ein sehr seltenes Ereignis
zu beobachten: die Bewegung der Venus über die Sonne. Aus COOKs Beobachtungen
hoffte man, die Entfernung zwischen Sonne und Erde genauer berechnen zu
können. Außerdem erhielt er die geheime Anweisung, nach dem
südlichen Kontinent zu suchen.
Auf seine erste Reise (1768-1771) ging
COOK 1768 mit dem Schiff Endeavour.
Über den Atlantik segelte er nach Südwesten, die südamerikanische
Küste entlang, um Kap Horn, um dann die Tierwelt und die Lebensweise
der Bewohner Feuerlands zu beobachten und aufzuzeichnen. Er setzte die
Reise fort, um auf Tahiti die Beobachtungen der Sonne und der Venus durchzuführen.
Zu diesem Zweck ließ er eine befestigte Beobachtungsstation, Point
Venus, auf Tahiti bauen.
Bei der Wiederaufnahme des Kurses nach Westen stieß er auf Neuseeland
und Australien. Er zeichnete alle seine
Beobachtungen sorgfältig auf (zum Beispiel eine Beschreibung des
Kängurus und seiner Fortbewegung) und fertigte genaue Karten der
Küsten Neuseelands und der Ostküste Australiens an. Für
biologische Forschungsarbeit hatte
er Flaschen mit Spiritus an Bord, die es ermöglichten, neu entdeckte
Meerestiere, Pflanzen und Insekten zu konservieren und nach England zu
bringen.
Die zweite Reise (1772-1775) brachte
COOK mit den Schiffen Resolution und Adventure
bis zur Antarktis. Hinter dem Packeis, das er sah, vermutete er Land.
Seine Reise bewies, dass es keinen zusammenhängenden Kontinent gab,
der bis zum Südpol hinabreichte, sondern vielmehr den von ihm entdeckten
Inselkontinent Australien. Während der zweiten Reise erforschte er
die Inseln des Pazifik, u. a. die Osterinseln
und die Neuen Hebriden.
Der Auftrag seiner dritten Reise (1776-1779)
lautete, vom nördlichen Pazifik aus einen Seeweg an der nördlichen
Küste Nordamerikas vorbei zu finden. COOK segelte mit der Resolution
und der Discovery um das Kap der Guten Hoffnung
in den Pazifik bis nach Tahiti. Er untersuchte die Küste Alaskas
und die Bering-Straße, in der das Eis den Schiffen schließlich
die Weiterfahrt versperrte. COOK segelte wieder zurück in südliche
Richtung nach Hawaii. Hier kam er 1779
bei einer Auseinandersetzung mit Eingeborenen ums Leben.
COOK unterschied sich durch seine Genauigkeit und sein wissenschaftliches
Vorgehen von früheren Entdeckern. Mit seinen Fähigkeiten als
Vermesser und Kartograf brachte er selbst die besten Voraussetzungen für
eine ertragreiche Forschungsarbeit mit. Seine Schiffe waren für wissenschaftliche
Zwecke mit den besten Geräten ausgerüstet. Eine Gruppe botanischer
Zeichner zählte mit zur Expedition und hielt neu entdeckte Pflanzen
im Bild fest.
COOK behandelte seine Mannschaft mit großem Verantwortungsgefühl.
Mit besonderen Diätvorschriften schaffte er es, Skorbut,
eine typische Vitaminmangelkrankheit unter Seeleuten, zu verhindern.
MATTHEW FLINDERS
Der englische Seefahrer MATTHEW
FLINDERS führte 1801 bis 1803 eine vollständige Umsegelung
Australiens durch und fertigte Karten der bisher unbekannten Küstengebiete
an. Nach ihm sind das Flinders-Gebirge in Südaustralien und der Flinders-Fluss
in Queensland benannt.