Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Otago,
so heißt die Gegend, in der Dunedin liegt, Gold gefunden. Goldsucher
aus aller Welt zogen in die Stadt, um ihr Glück zu versuchen. Es
kam zum sogenannten Goldrush.
Die Goldfunde ließen Dunedin sehr wohlhabend werden, die Goldsucher
hingegen bereicherten die Stadt mit unterschiedlichen kulturellen Gepflogenheiten.
Bis heute ist Dunedin eine multikulturelle
Stadt mit einer langen Tradition in Theater, Musik und Sport, die
in vielen Festivals und Wettbewerben eifrig gepflegt wird.
Städtebaulich besticht in Dunedin neben der Architektur
das Octagon in der Stadtmitte. Es handelt sich
um ein groß angelegtes Achteck, das heute den Verlauf der Hauptstraße
regelt. An der Stirnseite des Octagon prangt
die anglikanische St. Paul's Cathedral, ein
prunkvolles Bauwerk im neogotischen Stil, das 1915 fertiggestellt wurde.
Knapp die Hälfte von Dunedins Bevölkerung sind Studenten. Neben
der auch bei Austauschstudenten beliebten Otago University
gibt es in der Stadt eine Polytech (berufsausbildende
Fachhochschule) und ein Teacher's College,
das zukünftige Lehrer schult. Studentencafés prägen das
Straßenbild, die Studentenkultur
den Charakter der Stadt. Sehr lebendig ist hier auch die Musikszene, der
Dunedin-Sound der 1980er-Jahre ist ein wichtiger
Bestandteil der modernen neuseeländischen Musikkultur und hat eine
über die ganze Welt verstreute Anhängerschaft.