Ernest Rutherford of Nelson
ERNEST RUTHERFORD
entstammte einer
Einwandererfamilie:
Sein Vater James, gebürtiger Schotte und seine Mutter Martha, Engländerin,
waren selbst erst als Kinder nach Neuseeland gekommen. ERNEST RUTHERFORD
wuchs in ländlicher Umgebung auf. Er war harte Arbeit und den Umgang
mit hart arbeitenden Menschen gewohnt. Schon als Kind fiel er in der Schule
durch Fleiß und Begabung auf. Stipendien ermöglichten ihm den
Zugang zum Nelson College und später zur Universität in Christchurch.
RUTHERFORD schloss sein Studium in
Mathematik
und Physik als Jahrgangsbester ab.
1895 reiste er, nachdem ihm ein weiteres Stipendium gewährt worden
war, nach England. Am Cavendish Laboratorium in Cambridge setzte er seine
Forschungsarbeiten fort: Er beschäftigte sich mit elektromagnetsichen
Feldern, bevor er begann, sich gemeinsam mit seinem Lehrer und Förderer
JOSEPH JOHN THOMPSON der
Radioaktivität
zuzuwenden. Im Zuge dieser Experimente - Rutherford gilt als einer der wichtigsten
Experimentalphysiker - entdeckte er die
Alpha-
und Beta-Strahlung, die Wandelbarkeit von Atomkernen unter Bestrahlung
und später auch die
Kernstruktur
des Atoms. Das
Rutherfordsche
Atommodell wird bis heute gelehrt.
Von 1898 bis 1907 forschte und lebte RUTHERFORD in Kanada an der McGill-Universität
in Montreal. Eine Professur an der Universität von Manchester führte
ihn zurück nach England. 1908 bekam RUTHERFORD für seine Untersuchung
über den Zerfall der Elemente und die Chemie der radioaktiven Materie
den
Nobelpreis Chemie. 1911 wurde er
geadelt. 1919 wurde RUTHERFORD Direktor des Cavendish Laboratoriums, 1925
Präsident der
Royal Society. 1931 wurde
er Baron. Er trug fortan an den Titel LORD RUTHERFORD OF NELSON.
Nach seinem Tod wurde ERNEST RUTHERFORD, dessen Forschungsergebnisse wegweisend
für die künftige Atomphysik waren, in Westminster Abbey in der
Nähe ISAAC NEWTONs begraben.