Im Sprachenpass können die Fähigkeiten und Kenntnisse für alle Sprachen festgehalten werden, über die der Inhaber des Passes verfügt (Sprachen, die in der Familie, in der Schule oder in Ferien- oder VHS-Kursen etc. gelernt wurden). Weitere Angaben können beispielsweise zu erworbenen Zertifikaten, zu Auslandsaufenthalten und zu Projekten des interkulturellen Lernens gemacht werden, wie z. B. beim Schüleraustausch.
Mithilfe der Sprachenbiografie kann man den Gang des eigenen sprachlichen Lernens aufzeichnen und seine eigenen Lernfortschritte einschätzen. Hierbei geht es weniger um die schulische Leistungsbeurteilung, als vielmehr um den persönlichen Lernfortschritt, den der Einzelne bezüglich seiner Fähigkeit zu kommunizieren feststellt.
In einem angefügten Dossier werden Arbeiten aller Art aufbewahrt, die vom Besitzer des Portfolio für besonders gelungen erachtet werden. Der Fremdsprachenlerner kann sich so die Stationen des eigenen Lernens bewusst machen.
Das Europäische Portfolio (EPS) bietet einen Rahmen, innerhalb dessen höchst unterschiedliche Arten des Sprachenlernens und der interkulturellen Erfahrungen dokumentiert und formell anerkannt werden können. Zu diesem Zweck bietet der Referenzrahmen nicht nur Skalen für die allgemeine Beherrschung einer bestimmten Sprache an, sondern auch eine Aufteilung in spezifische Kategorien der Sprachverwendung und der Sprachkompetenz. Dies vereinfacht die Beschreibung von Lernzielen und -erfolgen in den unterschiedlichsten Bereichen - und zwar in Übereinstimmung mit den wechselnden individuellen Bedürfnissen, den persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen und den Lernbedingungen.