Maurice Hugh Frederick Wilkins
MAURICE WILKINS
wuchs in Wellington als Sohn eines irischen Arztes auf. Obwohl die Familie
nach Birmingham zog, als Wilkins sechs Jahre alt war, blieb er seinem Geburtsland
zeitlebens verbunden. Immer wieder betonte er, wie wichtig seine Kindheit
dort für seine weitere Entwicklung gewesen sei. MAURICE WILKINS studierte
in
Cambridge und promovierte 1940 in
Physik.
Während des zweiten Weltkriegs arbeitete er am
Manhattan-Projekt
in Berkeley mit. Dies beschäftigte sich unter der Leitung ROBERT OPPENHEIMERs
mit der Entwicklung der
Atombombe. Nach
dem zweiten Weltkrieg verlegte WILKINS sich, auch, weil ihn der verheerende
Einsatz der Atombombe im Krieg zutiefst erschüttert hatte, auf die
Biophysik. Im Londoner
King's
College begann er, mit
Röntgenstrahlen
zu experimentieren. Gemeinsam mit seiner Assistentin ROSALIND FRANCKLIN
(England) gelang es ihm, DNA, also Erbgut, durch Röntgenbestrahlung
dergestalt sichtbar zu machen, dass ihre Struktur, die strickleiterähnliche
Doppelhelix, analysiert werden konnte.
Nachdem dies JAMES WATSON (USA) und FRANCIS CRICK (England) gelungen war,
bekam WILKINS als Mitentdecker der DNA mit ihnen 1962 den
Nobelpreis
Medizin.
MAURICE WILKINS gilt als Pionier in der Biophysik. Er war zudem ein eifriger
Lehrer: Bis an sein Lebensende engagierte er sich am
King's
College. Durch seine Erfahrungen mit dem
Manhattan-Projekt
und durch dessen Konsequenzen aufgerüttelt, wurde WILKINS nach dem
Krieg zum entschiedenen
Atomwaffengegner
und setzte sich öffentlich für die Abrüstung ein. Viele Jahre
war er Präsident der
British Societey for Social
Responsibility in Science, einer Vereinigung, die sich um die ethische
und gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft bemüht. Seit 1959
war MAURICE WILKINS geschätztes Mitglied der
Royal
Society.