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Maurice Hugh Frederick Wilkins
MAURICE HUGH FREDERICK WILKINS (1916 bis 2004)
MAURICE WILKINS wuchs in Wellington als Sohn eines irischen Arztes auf. Obwohl die Familie nach Birmingham zog, als Wilkins sechs Jahre alt war, blieb er seinem Geburtsland zeitlebens verbunden. Immer wieder betonte er, wie wichtig seine Kindheit dort für seine weitere Entwicklung gewesen sei. MAURICE WILKINS studierte in Cambridge und promovierte 1940 in Physik.
Während des zweiten Weltkriegs arbeitete er am Manhattan-Projekt in Berkeley mit. Dies beschäftigte sich unter der Leitung ROBERT OPPENHEIMERs mit der Entwicklung der Atombombe. Nach dem zweiten Weltkrieg verlegte WILKINS sich, auch, weil ihn der verheerende Einsatz der Atombombe im Krieg zutiefst erschüttert hatte, auf die Biophysik. Im Londoner King's College begann er, mit Röntgenstrahlen zu experimentieren. Gemeinsam mit seiner Assistentin ROSALIND FRANCKLIN (England) gelang es ihm, DNA, also Erbgut, durch Röntgenbestrahlung dergestalt sichtbar zu machen, dass ihre Struktur, die strickleiterähnliche Doppelhelix, analysiert werden konnte. Nachdem dies JAMES WATSON (USA) und FRANCIS CRICK (England) gelungen war, bekam WILKINS als Mitentdecker der DNA mit ihnen 1962 den Nobelpreis Medizin.
MAURICE WILKINS gilt als Pionier in der Biophysik. Er war zudem ein eifriger Lehrer: Bis an sein Lebensende engagierte er sich am King's College. Durch seine Erfahrungen mit dem Manhattan-Projekt und durch dessen Konsequenzen aufgerüttelt, wurde WILKINS nach dem Krieg zum entschiedenen Atomwaffengegner und setzte sich öffentlich für die Abrüstung ein. Viele Jahre war er Präsident der British Societey for Social Responsibility in Science, einer Vereinigung, die sich um die ethische und gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft bemüht. Seit 1959 war MAURICE WILKINS geschätztes Mitglied der Royal Society.
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