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Ohio
In Ohio spielt die Landwirtschaft eine große Rolle
Geschichtliche Hintergründe
Die ersten europäischen Siedler waren Franzosen, die sich vor allem in der Region rund um die sogenannten Großen Seen (Lake Superior, Lake Michigan, Lake Huron, Lake Erie, Lake Ontario) und im Ohiotal niedergelassen hatten. Schon bald begannen sich aber auch die britischen Kolonien für das Land, das sehr fruchtbar war, zu interessieren.
Nach mehreren Auseinandersetzungen um die Gebietsansprüche, in denen sowohl Franzosen als auch Briten versuchten, indianische Verbündete für sich zu gewinnen, kam es 1756 zum offiziellen Ausbruch des French and Indian War. Er dauerte sieben Jahre und endete damit, dass die Franzosen ihre Besitzungen an die Briten abtreten mussten. Damit war 1763 die französische Herrschaft in Nordamerika endgültig vorbei. Nach dem Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) ging Ohio schließlich an Amerika über.

Das heutige Ohio
Hauptstadt ist Columbus, die auch gleichzeitig die größte Stadt ist. Die Ohio State University ist eine der größten Universitäten der USA und genießt einen besonderen Ruf für Sprachwissenschaften und Kunststudiengänge.

Im Norden findet sich als wohl bekannteste Stadt Cleveland. Lange Zeit entsprach sie der typischen Industriestadt, da Ohio einer der führenden Standorte der Schwerindustrie in Amerika ist. Stahlbau und Metallverarbeitung, Maschinen- und Elektrogerätebau - besonders für die Autoindustrie in Detroit - sind hier die Hauptzweige. Wichtigster Arbeitgeber ist allerdings die NASA, die seit 1941 ein Versuchs- und Entwicklungsgelände in Cleveland betreibt. Mittlerweile versuchte sich die Stadt zu wandeln, sich besonders auch für den Tourismus zu öffnen. 1995 entstand eine Rock'n'Roll Hall of Fame und Cleveland besitzt eines der größten Baseballstadien des Landes.

Im Süden liegt die Queen City Cincinnati. Sie ist eine der bedeutendsten Handels- und Fabrikstädte der USA. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble ist in Cincinnati ansässig.
Besonders aus Deutschland sind seit 1850 sehr viele Einwanderer in die Stadt gekommen, was an vielen Familiennamen noch zu erkennen ist.

Besondere Bedeutung kommt Ohio auch bei der Landwirtschaft zu. Da es zum sogenannten Corn Belt des Mittleren Westens gehört, werden hier vorwiegend Getreide und Sojabohnen angebaut.
Auch touristisch hat sich Ohio zu einer interessanten Region entwickelt. Besonders die ehemals indianischen Gebiete, die durch archäologische Ausgrabungen wieder sichtbar gemacht wurden, ziehen Interessierte an. Aber auch die über 2 500 Seen und die vielfältigen Landstriche und Erholungsgebiete machen den Buckeye State (Kastanienstaat) zu einem beliebten Urlaubsziel.

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