Das heutige Ohio
Hauptstadt ist Columbus, die auch gleichzeitig
die größte Stadt ist. Die Ohio State University
ist eine der größten Universitäten der USA und genießt
einen besonderen Ruf für Sprachwissenschaften und Kunststudiengänge.
Im Norden findet sich als wohl bekannteste Stadt Cleveland. Lange Zeit entsprach sie der typischen Industriestadt, da Ohio einer der führenden Standorte der Schwerindustrie in Amerika ist. Stahlbau und Metallverarbeitung, Maschinen- und Elektrogerätebau - besonders für die Autoindustrie in Detroit - sind hier die Hauptzweige. Wichtigster Arbeitgeber ist allerdings die NASA, die seit 1941 ein Versuchs- und Entwicklungsgelände in Cleveland betreibt. Mittlerweile versuchte sich die Stadt zu wandeln, sich besonders auch für den Tourismus zu öffnen. 1995 entstand eine Rock'n'Roll Hall of Fame und Cleveland besitzt eines der größten Baseballstadien des Landes.
Im Süden liegt die Queen City Cincinnati. Sie ist eine der bedeutendsten Handels- und Fabrikstädte der USA.
Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble ist in Cincinnati ansässig.
Besonders aus Deutschland sind seit
1850 sehr viele Einwanderer in die
Stadt gekommen, was an vielen Familiennamen noch zu erkennen ist.
Besondere Bedeutung kommt Ohio auch bei der Landwirtschaft zu. Da es zum sogenannten Corn Belt des Mittleren
Westens gehört, werden hier vorwiegend Getreide und Sojabohnen angebaut.
Auch touristisch hat sich Ohio zu einer interessanten Region entwickelt.
Besonders die ehemals indianischen Gebiete, die durch archäologische Ausgrabungen wieder sichtbar gemacht
wurden, ziehen Interessierte an. Aber auch die über 2 500 Seen
und die vielfältigen Landstriche und Erholungsgebiete machen den Buckeye State (Kastanienstaat) zu einem beliebten
Urlaubsziel.