
In der Regel setzen post-activities das Vorangehen von pre- und while-activities voraus, können aber auch unabhängig von diesen benutzt werden.
Post-activities
Charakteristisch für die post-activities ist die freie Verwendung
des mündlichen und schriftlichen Englisch in Bezug auf Grammatik,
Vokabular oder den vier skills.
Post-activities fördern die kreative Anwendung
der Sprache. Sie gleichen sich dem realen, alltäglichen Charakter
der Sprache an. Zudem berücksichtigen sie den jeweils Lernenden und
auch die Situation, in der die Sprache verwendet werden soll. Bei allen
schriftlichen und mündlichen Formen ist der authentische Sprachgebrauch
am wichtigsten.
Ausschlaggebend für jede post-activity ist auch, die Sprache
im nicht-englischen Alltag zu benutzen.
Grammatik und Vokabular
Post-activities bieten die Möglichkeit, den Umgang mit der
neu erlernten Grammatik oder Vokabular alltagsbezogen zu üben. Um
eine abstrakte grammatische Regel nutzbringend anzuwenden, kann es z.
B. hilfreich sein, sich eine konkrete Situation zu überlegen, in
der das Gelernte angewendet werden kann. So könnte eine Partyplanung
auf Englisch stattfinden, um den Unterschied zwischen zählbaren und
nicht-zählbaren Substantiven zu üben.
How many people are coming?
How much money do I want to spend?
Es können auch neu erlernte Zeitformen geübt werden, indem man ein englisches Telefonat führt oder auch einen Tagebucheintrag in englischer Sprache macht.
Eine gute und unterhaltsame post-activity zur Anwendung von neuem Vokabular ist das Verfassen einer Geschichte, in der alle neuen Vokabeln verwendet werden.
Die post-activities zu den vier skills lassen sich in zwei Gruppen aufteilen:
Writing and speaking
Schreiben und Sprechen erfordern den aktiven Gebrauch der Fremdsprache.
Ob eine SMS, Beschreibung, ein Brief oder eine Geschichte in der englischen
Sprache verfasst wird, entscheidet man nach dem Anlass.
Die beste post-activity für das Sprechen ist natürlich
die Kommunikation mit einem native speaker.
So kann man ein Sprachtandem
bilden, in dem auf englisch und deutsch gesprochen wird. Anders als bei
den präzise auf die Situation ausgerichteten while-activities
kommt es in der realen Kommunikation auf die Spontaneität
an: Statt lange nach der richtigen Vokabel zu suchen, kann es günstig
sein, einen Begriff zu umschreiben. Entscheidend ist, dass das Gegenüber
versteht, was gemeint ist, nicht die fehlerlose Kommunikation.
Reading and listening
Beim Lesen und Hören geht es um die Aufnahme von Informationen. Für
die post-activities gilt, anders als beim Schreiben und Reden,
dass die Informationen in dieser Phase durch die Einführung einer
oder mehrerer anderer skills produktiv verwendet werden. Post-activities
in einem gelesenen Text können sein:
Um Gehörtes besser einordnen zu können, kann durch Radio oder
TV das Ohr für Dialekte bzw. Besonderheiten der Aussprache geschult
werden. Ein Skript zu einem Beitrag
kann dabei unterstützend nachgelesen werden. Auch im Umgang mit Hörtexten
lassen sich Informationen diskutieren oder anderweitig unter einer neuen
Aufgabenstellung verwenden.
Es könnte interessant sein, sich in die Rolle eines Sprechers hineinzuversetzen
und eine Moderation oder Berichterstattung nachzuspielen. So werden die
Sprachprozesse hinter dem Gehörten deutlich und warum ein Sprecher
z. B. diesen und nicht jenen Ausdruck verwendet hat.