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Roger McGough
ROGER McGOUGH
Lebensgeschichte
ROGER McGOUGH wurde 1937 in Liverpool geboren. Er studierte Geografie und Französisch und arbeitete als Lehrer an Schulen und lehrte als Professor an verschiedenen Colleges in Liverpool.
Von 1963 bis 1973 war er Mitglied der Popgruppe The Scaffold, die Popmusik mit Gedichten verband. Zusammen mit ADRIAN HENRY und BRIAN PATTEN gehörte er zu den Liverpool Poets, durch die er bekannt wurde.
McGOUGH arbeitet außerdem für Radio und Fernsehen und schreibt (lyrische) Theaterstücke. Er veröffentlichte bisher eine beträchtliche Anzahl von Gedichtbänden für Erwachsene und für Kinder. McGOUGH gewann mehrere Lyrikpreise und erhielt zahlreiche Ehrungen von Universitäten. Er ist Mitglied des Executive Council of the Poetry Society.

Die Liverpool Poets
Zusammen mit ADRIAN HENRY und BRIAN PATTEN bildete McGOUGH die Gruppe der Liverpool Poets. Diese Dichtergruppe entstand in Liverpool der 1960er-Jahre im Umfeld der dortigen Rockszene um die BEATLES. Sie produzierte Gedichte, die von der Popmusik beeinflusst waren, und die man als Poplyrik bezeichnet.
Die Gedichte wurden in Kneipen laut vor einem großen Publikum vorgetragen und so als öffentliches Medium nutzbar gemacht. Die Lyrik wurde als Performance Art interpretiert und war nicht für den privaten Gebrauch vorgesehen. Inhaltlich bestanden die Gedichte aus alltäglichen Erfahrungen, waren antiakademisch, lustig und frech montiert. Die Sprache sollte für jeden fassbar sein, sodass Lyrik für alle zugänglich werden konnte.
Die Liverpool Poets veröffentlichten ihre Werke auch in eigenen Anthologien und Zeitschriften. Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen gehören unter anderem: The Mersey Sound (1967), The Liverpool Scene (1967) und New Volume (1983). Vor allem die Anthologie The Liverpool Scene wurde zu einem der bestverkauften Lyrik-Bücher neuerer Zeit.

Literarisches Schaffen
Das lyrische Werk ROGER McGOUGHs wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Gedichtbände umfassen:

Die Gedichte McGOUGHs sprechen die Leser an, weil sie den Nerv der Zeit treffen: In den 1960er- Jahren ging es McGOUGH nicht nur um die damalige Kritik an z. B. der Konsumgesellschaft, sondern er bezog auch alltägliche Erfahrungen (Parties, Jazz und Liebe) in seine Lyrik. Dabei verbindet er oftmals romantische Elemente mit Zynismus.

Typisch für seine Gedichte sind die sprachlichen Experimente, bei denen er verschiedene Wörter zu einem zusammensetzt. In dem Gedicht The Icingbus experimentiert er z. B. mit dem Zusammenschreiben von Wörtern, um bestimmte Ideen auszudrücken.
So verschmelzt der Ausdruck hunchbackedback die beiden Wörter hunchback (Buckel) + -ed Endung + back (Rücken) zu einem langen Wort und betont dabei sprachlich die ungewöhnliche Verformung des Rückens.

Der Erfolg McGOUGHs hält an: Seit dreißig Jahren zählt er zu den erfolgreichsten englischen Dichtern. So kam 1996 sein Gedicht Let Me Die a Youngman's Death unter die ersten zehn, als die BBC zu einer Wahl der beliebtesten Gedichte der Nation aufrief.

McGOUGH schrieb aber auch Geschichten und Gedichte für Kinder wie The Great Smile Robbery (1982) und veröffentlichte mehrer Kinderbücher, darunter Pillow Talk (1997), The Kite and Caitlin (2000) und Bad, Bad Cats (1997).

Zu den Theaterstücken McGOUGHs gehören All the Trimmings (1980) und The Mousetrap, das er zusammen mit BRIAN PATTEN entwarf und das beim Edinburgh Festival 1982 aufgeführt wurde.
Sein Poetry Album Live erschien erst kürzlich auf CD.

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