Wie stark der Situationsrahmen die Wortwahl beeinflussen kann, zeigt das Beispiel verschiedener Kommunikationspartner in Bezug auf die Anrede sehr deutlich:
| Your honour/Mr Chairman | bei offiziellen Veranstaltungen |
| Mr/Mrs/Dr/Prof. Smith | gegenüber Fremden, Vorgesetzten etc. |
| Ladies and gentlemen | bei Ansprachen in einem öffentlichen Rahmen |
| Sir | Schüler gegenüber Lehrern, Verkäufer gegenüber Kunden, Kellner gegenüber Gast etc. |
| mister | gegenüber Rekruten beim Militär, sonst unhöflich |
| Smith | Vorgesetzter gegenüber Untergebenen, Polizist gegenüber Angeklagten |
| John | Gleichaltrige/-rangige Kollegen (in den USA viel üblicher als in GB) |
| fellow | gute Bekannte/Kollegen |
| dear, duck, love, skip, jock | im engen Familien-/Bekanntenkreis |
| boy | obsolet: Weiße gegenüber Schwarzen |
Je nach Sprechsituation und Rollenerwartung ist die Wahl der Sprachmittel unterschiedlich. Für ein und dieselbe Aussageabsicht gibt es im Englischen häufig ein formelles und ein informelles Wort, für eine Phrase gibt es je nach Situation durchaus zwei unterschiedliche Varianten:
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formell
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informell
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| encounter |
meet |
| assistance | help |
| menace | threaten |
| elucidate | explain |
| extinguish | put out |
| gratified | glad |
| Would you please stop talking? | Quiet! Shut up!! |
| We would like people to be quiet now. | Don't make a sound. |
|
It could be quieter. |
Will you be quiet. |
| A little more quiet wouldn't be a bad thing. | Cut out that nonsense. |
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I couldn't agree more. |
Right you are. |
| What I'm trying to express is |
I want to say |
| I'm of the opinion | I'm sure |
|
I'm uncertain |
You're kidding; I don't believe you. |
| I don't entirely disagree, but | I don't agree; Oh, come on |
In einem Essay, einer anspruchsvollen Unterhaltung oder in einer Oberstufenklausur
sind Wörter oder Ausdrücke wie guy, doll,
bird (girl), get cold feet, dough (Geld) in der Regel fehl am Platz.
In der Konversation mit anderen Nichtmuttersprachlern wird gemeinhin eher
ein neutraler Stil bevorzugt.
Neben der Wortwahl sind es auch grammatikalische Besonderheiten, die eine formelle Sprechweise charakterisieren:
Rhetorische Figuren
Wann immer es um die wirkungsvolle Gestaltung
einer Rede (bzw. eines Textes oder einer Äußerung) geht, kommen
rhetorische Figuren
zum Einsatz. Wie eine Gerichtsverhandlung ausgeht, welche Resonanz eine
politische Rede findet, hat auch mit den rhetorischen Mitteln zu tun,
die Redner in diesen Situationen einsetzen.
Rhetorische Mittel werden funktional angewendet, um eine bestimmte Wirkung
zu erzielen. Sie können zur Anschaulichkeit,
Ästhetik oder zur Hervorhebung
einer Aussage beitragen. Außerdem können sie eine gewisse Erwartungshaltung
und Spannung erzeugen. Letztlich aber wirkt ein rhetorisches Mittel immer
nur in einem Kontext. Besonders häufig werden rhetorische Figuren
in öffentlichen Reden (Politik, Gericht) und in der Werbung eingesetzt.
Auch für die Textanalyse ist das
Wissen um rhetorische bzw. stilistische Mittel (stylistic/rhetorical
devices) von Belang. Sie werden wahrgenommen als Abweichung vom
allgemeinen sprachlichen Ausdruck u. a. hinsichtlich des Wortschatzes
und der Syntax.